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Initiatoren der Wolfratshauser Surfwelle: Marcus und Stefanie Kastner.

Großprojekt im Landkreis Freising

Das sagen die Wolfratshauser Surfer zu den Plänen in Hallbergmoos

Der Gemeinderat in Hallbergmoos hat grünes Licht für ein Großprojekt gegeben. Dreh- und Angelpunkt ist eine künstliche Surfwelle. Bedeutet das Konkurrenz für die Wolfratshauser Welle?

Wolfratshausen – Eine Surfwelle mit Einzelhandel, Gastronomie, einer Parklandschaft und Boulevard: Dieses Projekt möchten zwei Investoren in Hallbergmoos (Landkreis Freising) umsetzen. Der Gemeinderat hat den Planungen grünes Licht gegeben. Die geplante Surfwelle in Wolfratshausen soll ohne derartige Nebenangebote auskommen. Im Gespräch mit unserem Mitarbeiter Dominik Stallein spricht die Vorsitzende des Vereins „Surfing Wolfratshausen“, Stefanie Kastner, über Unterschiede der Projekte – und erklärt, warum sie von dem Hallbergmooser Wellenpark keine Konkurrenz erwartet.

Frau Kastner, haben Sie Sorge, dass die Welle in Hallbergmoos viele der potenziellen Gäste aus Wolfratshausen weglocken könnte?

Nein, überhaupt nicht. Die beiden Projekte sind komplett unterschiedlich. Ein ganz gravierender Unterschied besteht darin, dass wir in Wolfratshausen deutlich günstigere Nutzungspreise verlangen, als es die Betreiber in Hallbergmoos vorhaben. Dort wird die Welle kommerziell betrieben, verursacht höhere Betriebskosten und am Ende soll ein Gewinn erwirtschaftet werden. Man darf gespannt sein, wie viel man pro Surfstunde zahlen wird. Wir werden den Betrieb kostendeckend planen, damit möglichst viele Menschen zu günstigen Preisen diesen Sport erlernen und ausüben können.

Die hohen Investitionen in Hallbergmoos deuten darauf hin, dass es großes Interesse an Surf-Wellen gibt.

Absolut. Die Sportart ist schon länger im Kommen und wird noch weiter an Popularität gewinnen. Überall in Deutschland werden Wellen geplant beziehungsweise schon gebaut. Das alleine zeigt doch, wie beliebt die Sportart ist und wie viele Menschen gerne aufs Brett steigen wollen.

Im geplanten Wellenpark im Landkreis Freising wäre außer dem Sport deutlich mehr geboten: Gastronomie, Einzelhandel, ein Park. Kann Wolfratshausen da mithalten?

Mit einem solchen Konzept können und wollen wir gar nicht mithalten. In Wolfratshausen ist ja auch vieles schon da wie beispielsweise zahlreiche Gastronomiebetriebe und ein schöner Weg entlang der Loisach bis zur alten Floßlände. Wir punkten mit anderen Themen. Bei unserer Welle spielt zum Beispiel Nachhaltigkeit eine große Rolle. Während man in Wolfratshausen auf Wasser surft, mit dem zuvor Strom erzeugt wurde, verbraucht ein Wavepark sehr viel Strom für den Betrieb – von der langen Anfahrt ganz zu schweigen. Die Wolfratshauser Welle soll möglichst nachhaltig und ökologisch und die Nutzung für jedermann erschwinglich sein. Das sind unsere Trümpfe. dst

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