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Ordentlicher Abschluss: Claudia Lichtenberg (2. v .re.) fuhr bei der ersten Straßen-Europameisterschaft für Profiradsportler im französischen Plumelec auf den 13. Rang.

Am Saisonende fehlt das Glück

Platz 13 nach guter Leistung

Wolfratshausen - „Es war ein gutes Rennen, leider fehlte am Ende das Glück“. Das sagte Claudia Lichtenberg nach ihrem 13. Platz bei der Straßen-EM der Radsportler.

Einige Zeit war es ruhig um Claudia Lichtenberg. Nach den Olympischen Spielen Anfang August hatte die Profi-Radsportlerin aus Wolfratshausen eine Auszeit eingelegt. „Den Kopf freikriegen, die Batterien aufladen, um für das wichtige Saisonfinale wieder fit zu sein“, das war ihr Motto. Mit dem wichtigen Finale war die Europameisterschaft gemeint: Am Wochenende fanden im französischen Plumelec erstmals kontinentale Titelkämpfe für Profiradsportler statt. Lichtenberg war auf dem hügeligen Kurs als Kapitän der deutschen Mannschaft gesetzt.

In der Tat mischte das deutsche Team um die Bergspezialistin im 111 Kilometer langen EM-Straßenrennen bis zum Finale vorne mit. „Leider lief das allerdings nicht wie geplant“, berichtet Lichtenberg. Auf den letzten Kilometern schafften es ihre Teamkolleginnen nicht, sie in Position zu fahren – eine Vorentscheidung im Schlusssprint. „Ich bin leider zu weit hinten auf den letzten Kilometer gegangen. Das Tempo war da schon so hoch, dass es unmöglich war, noch Positionen gutzumachen“, so Lichtenberg, die am Ende Rang 13 belegte – 14 Sekunden hinter der neuen Europameisterin Anna van der Breggen aus den Niederlanden. „Das ist sicherlich nicht das Optimalresultat, aber trotzdem eines, mit dem ich zufrieden in die Winterpause gehen kann“, sagt sie.

Die EM in Frankreich war für Lichtenberg nämlich der letzte Auftritt im Jahr 2016. Nach einer langen Saison – seit Februar bestritt sie ein Rennen nach dem anderen – beginnt für die Wolfratshauserin nun die wettkampffreie Phase. „Jetzt kommt die Zeit im Jahr, in der man nicht immer funktionieren muss. Darauf freue ich mich.“ Ganz auf ihr Arbeitsgerät verzichten mag sie in den kommenden Wochen dennoch nicht: Gemeinsam mit ihrem Mann Christian soll es zum Mountainbiken nach Italien gehen. „Dort kann ich das Jahr in Ruhe Revue passieren lassen.“

wms

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