Unterhaltung, die polarisierte, bot das Komiker-Duo Luggi (li.) und Guggi aus dem Werdenfelser Land.
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Unterhaltung, die polarisierte, bot das Komiker-Duo Luggi (li.) und Guggi aus dem Werdenfelser Land.

Flussfestival an der Loisach

Schenkelklopfer oder Geschmackssache: Luggi und Guggi polarisieren

  • Andrea Weber
    VonAndrea Weber
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Beim Flussfestival geben sich die Künstler die Klinke in die Hand: Jetzt hatte das Werdenfelser Komikerduo Luggi und Guggi seinen Auftritt.

Wolfratshausen – „Luggi und Guggi“: der Name ist Programm. Zwei lustige Komödianten aus dem Werdenfelser Land waren am Donnerstag zu Gast beim Flussfestival und unterhielten das Publikum mit bayerischem Slapstick, Zauberei und skurriler Pop- und Volksmusik aus Luftpumpe und Staubsauger. Beim Publikum kamen die beiden Typen in Tracht, die sich selbst als „Dick und Dünn“ bezeichnen, unterschiedlich an. Die einen klopften sich auf die Schenkel. Andere betonten höflich, dass dies eine Geschmacksache sei.

Sabine Gebhart (54) aus Wolfratshausen: „Das Flussfestival ist heuer anders als früher. Ich finde es ist optimal gelöst. Leider macht das Wetter a bisserl was von der Stimmung kaputt. Aber das kann niemand planen. Ich gehöre zu den Helfern und komme privat zu mehreren Veranstaltungen her.“

Lustig und unterhaltsam waren die beiden Typen in Lederhosen allemal und mit ihrem Komikprogramm durchaus einzigartig und kontrovers. Themenfrei, unpolitisch und ohne roten Faden hangelte sich das Duo durchs Programm, griff immer wieder in die Trickkiste, sang ein Gstanzl dazu und zündete den nächsten Gag. Der gebürtige Garmischer Luggi (Daniel Ludwig Neuner, Humorist, TV-Schauspieler und Musiker) ist ein, wie man sagt, gestandenes Mannsbild mit Bierbauch und Vollbart. Bühnenpartner Guggi (Thomas Gugger, Profi-Schlagzeuger) ein schmächtiges Bürschchen, der vermeintliche „Bühnenassistent aus dem Ural“. Luggi hat das Sagen, Guggi schweigt. „Butzki, Butzki, Guggi!“, kommandierte der bärtige Bayer, der auf der Quetsche bayerische Lieder vortrug und dazu sang, seinen Bühnenhelfer umher. Der sollte eigentlich mit Besen und Schaufel für Sauberkeit sorgen, machte damit aber ganz andere Dinge – Musik zum Beispiel. Eine Luftpumpe funktionierte Guggi zur Querflöte um, einen Staubsauger zum Blasinstrument, eine Gartenschaufel zum Kontrabass.

Sissi Steinbeis (63) aus Wolfratshausen: „Ich finde, dass die Leute anders sind als vor Corona. Sie sind dankbarer, wieder hierher kommen zu können. Der Abend mit Luggi und Guggi ist eine Geschmackssache. Es muss einem nicht alles gefallen.“

Mit schrägen Tönen, aber kurioserweise gut erkennbaren Melodien aus Rock, Pop und Volksmusik verwöhnte er die Ohren des Publikums, bis dieses kreischte. Aus verschiedenen Kisten und Tischschubladen kramten die beiden neue Requisiten raus und führten Zaubertricks vor – oder eher kleine „Trickbetrügereien“ zum Schmunzeln: Eine Eiskugel, die am Faden schweben sollte, oder eine Schneekugel, in der es schneite.

Lesen Sie: Alles über die Eröffnungsveranstaltung

Ein skurriler Komödianten-Abend ohne intellektuellen Anspruch. Einfach mal Lachen – etwas, was Leib und Seele gut tut.

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