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Das sind die Gründe

IHK schlägt Alarm: Noch 296 Lehrstellen unbesetzt

Bad Tölz-Wolfratshausen – Die Betriebe im Landkreis haben große Mühe, genügend Azubis zu finden. Das beklagt die Industrie- und Handelskammer (IHK).

Kurz vor Beginn des Ausbildungsjahres am 1. September sind noch 296 Lehrstellen frei. Damit zeichnet sich heuer ein Negativ-Rekord ab. Im Vergleich zum Vorjahr hat die Zahl der unbesetzten Stellen noch einmal um über 20 zugelegt. Da die Unternehmen im Landkreis in diesem Jahr 738 Lehrlinge einstellen wollten, sind vorerst noch etwa 40 Prozent der Ausbildungsplätze unbesetzt. „Angesichts der guten Konjunktur setzen die Betriebe stark auf den eigenen Fachkräftenachwuchs, finden aber zu oft keine passenden Bewerber. Der Bewerbermangel macht dabei vor keiner Branche halt“, sagt Reinhold Krämmel, Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses Bad Tölz-Wolfratshausen.

Krämmel führt den Bewerberengpass auf stagnierende Schulabgängerzahlen sowie den Trend zur Akademisierung zurück. Die Zahl der Absolventen der Mittelschulen (früher Hauptschulen) ist in Oberbayern seit 2005 um 28 Prozent zurückgegangen. Gleichzeitig stieg die Zahl der Abiturienten um 56 Prozent. „Das Image der Ausbildung muss dringend gestärkt werden“, fordert Krämmel. „Schüler und ihren Eltern muss besser vermittelt werden, dass eine abgeschlossene Lehre mehr Karrierepotenzial bietet als ein abgebrochenes Studium.“

red

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