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Ein letzter Hinweis: Das Fachgeschäft „Cucinella“ in der Altstadt schließt. Die Neueröffnung liegt nur ein gutes Jahr zurück.

Räumungsverkauf läuft bereits

Schlechte Nachrichten reißen nicht ab: Nächstes Geschäft in Wolfratshausen schließt

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Erneut kommen schlechten Nachrichten aus der Wolfratshauser Wirtschaftswelt: Das Fachgeschäft „Cucinella“ in der Altstadt schließt. „Von Komplimenten können wir nicht leben“, sagt Betreiber Gerald Funk.

Wolfratshausen – Beim Gummibärchenladen geht wie berichtet Ende dieses Monats das Licht aus, in der Sparkassenfiliale in der Altstadt stehen ab Juli nur noch Selbstbedienungsautomaten – und am Dienstag hat im Fachgeschäft „Cucinella“ (Kochen, Grillen und Genießen) der Räumungsverkauf begonnen.

Betreiber Gerald Funk hatte den Laden am Wolfratshauser Obermarkt erst im März vergangenen Jahres eröffnet. „Doch wir können vom Charme unseres Geschäftes und den vielen Komplimenten, die wir bekommen, nichts abbeißen“, sagt der 51-Jährige. Es sei „sehr, sehr schade“, dass er das „Cucinella“ schließen müsse, „doch mir bleibt keine andere Wahl“.

Funk hat wie viele seiner Berufskollegen die leidvolle Erfahrung machen müssen: Der potenzielle Kunde prüft im Laden den Spaghetti-Topf auf Herz und Nieren, genießt die kompetente Beratung – und bestellt den Topf schließlich im Internet. „Wir können hier aber nicht das Schaufenster fürs Netz sein“, erklärt Funk. Er müsse seine Mitarbeiter und seine Rechnungen pünktlich bezahlen und seine Familie ernähren. „Wenn jeder nur noch billig, billig einkaufen will, geht das für uns einfach nicht mehr“, konstatiert Funk.

„Wenn die Kunden sich nicht bald besinnen, brechen dramatische Zeiten an“

Der Start im März 2017 sei vielversprechend gewesen, berichtet der 51-Jährige im Gespräch mit unserer Zeitung. Die Umsätze seien sehr gut gewesen, wären aber nach einiger Zeit dramatisch eingebrochen. „Es ist fünf nach zwölf“, kommentiert er die grundsätzliche Situation in der Flößerstadt. Funk betont aber: „Das ist kein Wolfratshauser Phänomen.“ Auch in anderen Städten und Gemeinden grabe das Internet dem stationären Handel mehr und mehr das Wasser ab. „Wenn die Kunden sich nicht bald besinnen, brechen dramatische Zeiten an“, fürchtet der Kaufmann.

„Ja, der neue Stadtmanager kommt für mich zu spät“, sagt Funk mit Bitterkeit in der Stimme. Auch die Tatsache, dass es die Kommune seit Jahren nicht schaffe, zusätzliche Parkplätze in der Innenstadt anzulegen, trage zum Ladensterben bei. „Ich hoffe für meine Kollegen hier in Wolfratshausen, dass da bald parteiübergreifend im Stadtrat etwas passiert.“

Von der Geschäftsschließung („so schnell wie möglich, voraussichtlich Ende Juni“) sind laut Funk zwei Vollzeitmitarbeiterinnen sowie zwei Aushilfskräfte betroffen. Einer Mitarbeiterin kann er mutmaßlich einen neuen Job in seiner „Cucinella“-Filiale an der Maximilianstraße in Starnberg anbieten. „Das Ganze ist furchtbar traurig“, bilanziert Funk, „und wir haben alles versucht, um die Geschäftsaufgabe zu vermeiden.“ Doch „immer weiter drauflegen, das kann ich nicht“.cce

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