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Polizei ermittelt 

Schlüsseldienst verlangt Wucherpreis

Erneut beschäftigt eine unverhältnismäßig hohe Rechnung eines Schlüsseldienstes die Wolfratshauser Polizei. „Es wird wegen Wuchers ermittelt“, berichtet Hauptkommissar Steffen Frühauf.

Wolfratshausen – Der konkrete Fall ereignete sich am Freitag in einem Haus an der Alpenstraße. Laut Polizei hatte eine 58-Jährige gegen 16 Uhr einen Schlüsseldienst zu Hilfe gerufen. Sie hatte die Wohnungstür hinter sich zugezogen und den Schlüssel innen stecken gelassen. Bei einer kurzen Internetrecherche stieß die Frau auf eine Anzeige für einen Schlüsseldienst in der Flößerstadt und rief sogleich dort an. Zwei Stunden später traf ein Monteur an der Alpenstraße ein: Der Mann bohrte laut Polizei das Schloss der Haustür auf und baute anschließend ein neues ein. Kostenpunkt: 1066 Euro – zu zahlen sofort. Der Wolfratshauserin kam diese Rechnung merkwürdig vor – sie rief ihren Versicherungsagenten an. Frühauf: „Schließlich baute der Monteur das beschädigte Schloss wieder ein und verlangte nun 412 Euro.“ Mit diesem Preis zeigte sich die 58-Jährige einverstanden. Gegen den Schlüsseldienst wird nun wegen des Tatbestands des Wuchers ermittelt. Ähnliche Fälle ereigneten sich wie berichtet in den vergangenen Tagen in Bad Tölz und Penzberg. Auch dort wurden „Personen in ihrer Notlage übers Ohr gehauen“, stellt Frühauf fest. Die Polizei warnt mit Nachdruck vor dieser Art von „Abzocke“. Sie empfiehlt, mit dem Schlüsseldienst einen Festpreis zu vereinbaren, bevor der Monteur tätig wird. cce

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