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Weil eine Rentnerin die Tür hatte zufallen lassen, musste sie einen Schlüsseldienst rufen. Es handelte sich um kein seriöses Unternehmen. 

Anzeige wegen Wucher läuft

Schlüsseldienst will 2100 Euro

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Wolfratshausen - Ein Mitarbeiter eines Schlüsseldiensts hat am Samstagnachmittag die Notsituation einer Rentnerin ausgenutzt. Er verlangte von ihr sage und schreibe 2100 Euro.

Wolfratshausen - Laut Polizei hatte die 75-jährige Wolfratshauserin aus Versehen ihre Wohnungstür hinter sich zufallen lassen – und stand ohne Schlüssel vor der Wohnung. Da die 75-Jährige dringend auf Medikamente angewiesen ist, rief sie umgehend einen Schlüsseldienst an. Ein Mitarbeiter der Firma war rasch vor Ort, löste das Problem und stellte der Seniorin noch vor Ort die Rechnung aus: drei Arbeitsstunden, ein neuer Schließzylinder – macht unterm Strich 2100 Euro. Den Betrag, darum bat der Mann die Wolfratshauserin, solle sie gleich per EC-Karte begleichen. Als die Rentnerin darauf hinwies, dass sie nicht so viel Geld auf dem Girokonto habe, machte ihr der „dubiose Handwerker“, so Polizeioberkommissar Nikolaus Hohenreiter, ein Angebot: Wenn sie sofort 1700 Euro überweise, sei die Sache aus der Welt. Die Rentnerin ging den Deal ein. Hohenreiter: „Zu allem Überfluss forderte der Mann nach der Überweisung noch 50 Euro Trinkgeld in bar – mit den Worten: ,Damit ich auch etwas verdiene‘.“ Die 50 Euro konnte die Seniorin nicht bezahlen – unterstützt von Nachbarn entschied sie sich, etwas anderes zu tun: Sie schaltete die Polizei ein. „Den Inhaber der Vermittlungsfirma des Schlüsseldiensts aus Essen erwartet nun eine Anzeige wegen Wuchers“, berichtet Oberkommissar Hohenreiter. 

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