Schnell den nächsten Schritt bei Erneuerbaren gehen: „WOR for Future“ initiiert Bürger-Energieprojekt

Das Klimaschutzbündnis „WOR for Future“ initiiert ein Bürger-Energieprojekt. Das Interesse ist groß. Beim Monatstreffen kürzlich stellte Sprecher Jan Reiners das Projekt vor.
Wolfratshausen – Das Interesse ist bereits jetzt sehr groß. 30 Voranmeldungen für die Gründung einer Bürgerenergiegenossenschaft gingen beim Klimaschutzbündnis „WOR for Future“ ein. Beim Monatstreffen kürzlich stellte Sprecher Jan Reiners das Projekt vor: „Wir wollen bei uns schnell erneuerbare Energien ausbauen und den nächsten Schritt gehen.“
Kooperation mit Energiegenossenschaft Fünfseenland geplant
Reiners plant eine Kooperation mit der Energiegenossenschaft Fünfseenland (EGF): Das derzeit aus rund 700 Mitgliedern bestehende Bündnis setzt seit über zehn Jahren mit Bürgern, Unternehmen und Kommunen Projekte um. Die voraussichtlich Anfang 2024 startende „Bürgerenergie Wolfratshausen“ soll innerhalb der EGF in der Rechtsform einer GBR oder KG aktiv werden. Von der anfallenden Gewerbesteuer würde die Stadt Wolfratshausen profitieren.
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Mit 200 Euro kann jeder Bürger einen Geschäftsanteil erwerben
Das Startkapital ist überschaubar: Mit der einmaligen Zahlung von 200 Euro kann jeder Bürger einen Geschäftsanteil erwerben. „Gewinne können an Mitglieder, abhängig von der Höhe ihrer Einlage, ausgeschüttet werden“, erklärte Reiners. Das Hauptaugenmerk gilt zunächst dem Ausbau von Photovoltaik auf öffentlichen und privaten Wolfratshauser Dächern. Im Erfolgsfall soll das Modell auf andere grüne Projekte wie die Sektorenkopplung mit E-Autos weiterentwickelt werden. SPD-Stadtrat Manfred Menke gefällt diese Idee: „Es wäre schön, wenn wir das in schnell in Wolfratshausen umsetzen könnten.“
Höhere Hürden gibt es an anderen Stellen. Vertreter von „WOR for Future“ und des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) bewerten die Verkehrssituation an der Sauerlacher Straße vor der Edeka-Filiale und dem Bahnübergang trotz einiger Nachbesserungen immer noch als gefährlich. Die mittlerweile zwar leicht abgefrästen „Homburger Kanten“ können weiterhin zu Stürzen führen. Zudem ist die Überquerung der verbreiterten Straße auf der Höhe des einmündenden Moosbauerwegs für gehbehinderte Senioren beziehungsweise Kinder risikoreich. „Diese Lösung ist uns leider vom Straßenbauamt Weilheim aufgezwungen worden“, bedauerte ADFC-Mitglied Werner Grimmeiß.
Offener Brief an Straßenbauamt, Landratsamt und Stadt
Weil der Vorschlag, die Markierungen zu ändern und auf die Bedürfnisse der Radfahrer und Fußgänger abzustimmen, bisher kein Gehör fand, soll nun ein offener Brief verfasst werden. Adressaten sind das Straßenbauamt Weilheim, das Landratsamt und die Stadt. Menke empfahl, die zuletzt kaum aktive Radroutengruppe wiederzubeleben. Dabei sollen Mitglieder von ADFC, Stadtverwaltung und Stadträten auf Schwachstellen hinweisen und Verbesserungsvorschläge einbringen. Schließlich müsse Wolfratshausen, dem einst vom Freistaat Bayern verliehenen Label der „fahrradfreundlichen Kommune“ gerecht werden und Erfolge vorweisen.
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