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Langes Ding: Die Standardlänge eines Blasrohrs beträgt 1,60 Meter. Hier zielt Stoarösl-Schützenmeister Hans Schill. 

Eine Frage der Technik

Schützenverein Stoarösl schießt jetzt auch mit dem Blasrohr

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Seit kurzem bietet der Schützenverein Stoarösl seinen Mitgliedern eine neue Disziplin an: das Schießen mit dem Blasrohr. Nun schreiben die Waldramer die erste Blasrohrmeisterschaft im Landkreis aus.

Wolfratshausen – „Der Bayerische Sportschützenbund (BSSB) hat diese Sparte bereits in der Vergangenheit angeboten“, sagt Erster Schützenmeister Schill. „Irgendwann haben wir uns zwei Blasrohre besorgt und das Schießen damit bei Grillfesten oder am Tag der offenen Türe vorgestellt.“

Das Interesse wuchs, obwohl es für den Verein zunächst eher unter der Rubrik „Spaß“ lief. Man baute regelkonforme Schießscheiben und erkundigte sich nach den Wettbewerbs-Richtlinien. „Und plötzlich wurde aus dem Spaß ernst“, sagt Schill. Die Vorstandschaft beschloss, die neue Disziplin probeweise für ein Jahr aufzunehmen. Der Schützenmeister lacht. „Dann war der Schritt zur Jahresmeisterschaft nicht mehr weit.“

Geschossen wird in Altersklassen

Geeignet ist dieser Sport für alle, sogar für Personen mit Handicap. Der Bayerische Sportschützenbund erklärt: „Gerade Rollstuhlfahrer können durch das tiefe Ein- und schnelle Ausatmen die Lungenfunktion deutlich verbessern.“ Geschossen wird in Altersklassen. Die bis zwölfjährigen Schützen schießen aus fünf Metern Entfernung, die 13- bis 17-Jährigen sowie alle über 66 und Personen mit Einschränkungen aus sieben Metern. „Ich mit meinen 43 Jahren auf dem Buckel muss mich mit einer Distanz von zehn Metern auseinander setzen“, so Schill.

Länge ist bei allen gleich

Zugelassen sind Blasrohre mit einem Kaliber von zehn oder 16 Millimetern. Die Länge hingegen ist bei allen gleich, nämlich exakt 1,60 Meter. „Da muss man auch erst einmal schauen, wie man das ruhig hält“, sagt Schill. Geschossen wird einmal im Monat jeweils samstags zwischen 15 und 18 Uhr im Vereinsheim an der Kardinal-Wendel-Straße 96. Um bei der Jahresmeisterschaft mitmischen zu können, sind mindestens sechs Schießen nötig.

Und wie zielt man am besten? „Jeder eignet sich seine eigene Technik an. Die ist das A und O“, sagt Schill aus eigener Erfahrung. „Und man braucht keinesfalls einen Blasebalg in sich zu tragen.“ Nächster Termin ist der kommende Samstag, 17. Februar. „Wer will“, so der Schützenmeister, „kann sich das dann gerne einmal bei uns anschauen.“

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