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Schule am Hammerschmiedweg: Nachhaltige Heizung könnte Neubau verzögern

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Von: Dominik Stallein

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Wird saniert und erweitert: Die Grund- und Mittelschule am Hammerschmiedweg.
Wird saniert und erweitert: Die Grund- und Mittelschule am Hammerschmiedweg. © hl/Archiv

Die Stadt hat sich den Klimaschutz auf die Fahnen geschrieben - bei der Sanierung der Schule am Hammerschmiedweg könnte das für eine Verzögerung sorgen.

Wolfratshausen – Die Grund- und Mittelschule am Hammerschmiedweg wird umfassend saniert und erweitert. Ein Teil der Maßnahme war eine – vom Stadtrat wegen der Nachhaltigkeit beschlossene – Grundwasser-Wärmepumpe, die das Gebäude heizen sollte. Wie sich nun herausstellte, kann die Kommune dies nicht umsetzen. „Im Baufeld herrschen ungünstige Verhältnisse für Förderung und Versicherung des Grundwassers“, informierte das städtische Baureferat jüngst den Bauausschuss.

Schule am Hammerschmiedweg: Nachhaltige Heizung könnte Neubau verzögern

Die Planer der Heizungsanlage hatten verschiedene Alternativen geprüft und legten dem Fachausschuss neue Ideen vor. Sie favorisieren einen Heizungs-Mix aus Oberflächen-Geothermie und einem Gas-Blockheizkraftwerk. Letzteres sei nötig, weil die Planer davon ausgehen, dass die Geothermie-Anlagen nicht ausreichen würden, um den gesamten Bedarf der Schule zu decken.

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Für diese Doppellösung müsste die Stadt mit einer Teuerung von rund 715 000 Euro rechnen. Die Geothermie stieß im Ausschuss auf Gegenliebe, gegen die Gasheizung regte sich Protest. Auf fossile Brennstoffe wolle die Stadt verzichten, so Vize-Rathauschef Günther Eibl (CSU). Auch Grünen-Stadtrat und Umweltreferent Dr. Hans Schmidt plädierte für eine umweltfreundlichere Lösung.

Umweltschutz in Wolfratshausen: Keine Gasheizung an der Schule

In der Diskussion reifte eine neue Idee: Als Ergänzung zur Erdwärme wünschten sich die Räte auf Vorschlag von Richard Kugler (Wolfratshauser Liste) eine Luftwärmepumpe, die nachhaltiger sei. Die Planer hielten diese Lösung für möglich. Festlegen wollten sie sich aber nicht auf die dadurch entstehenden Mehrkosten für die Stadt. Deshalb einigte sich das Gremium darauf, dass das Büro eine Simulation erstellen soll, um den Bedarf und den Energiegewinn der beiden Anlagen genauer prognostizieren zu können. Einstimmig einigte sich der Bauausschuss auf dieses Vorgehen.

Einen Knackpunkt gibt es noch: Der festgelegte Terminplan für die Schulsanierung und -erweiterung könnte durch die zusätzliche Schleife in Verzug geraten.  dst

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