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Traurige Corona-Nachricht: Winter-Tollwood abgesagt - obwohl es kurz zuvor noch Hoffnung gab

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Eine Computergrafik.
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Der Fraas-Plan für die Schulerweiterung: Ein Erweiterungsbau mit Klassenzimmern (rechts, gelb), Kuppel-Mensa (schräg dahinter) und eine Multi-Funktions-Sporthalle samt Parkgarage (links, rot-grau) sind enthalten.

Wolfratshauser Grund- und Mittelschule am Hammerschmiedweg

Schulsanierung: So sieht das 24-Millionen-Euro-Konzept von Stadtrat Fraas aus

Mit 60 Millionen Euro, so die Kostenschätzung, schlägt die Sanierung und Erweiterung der Hammerschmiedschule in Wolfratshausen zu Buche. Jetzt präsentiert Kulturreferent Alfred Fraas (CSU) ein deutlich günstigeres Konzept.

  • Stand jetzt kostet die Sanierung der Grund- und Mittelschule am Hammerschmiedweg in Wolfratshausen 60 Millionen Euro.
  • Diese Investition ist für die Kommune finanziell nicht darstellbar.
  • Nun überrascht Alfred Fraas (CSU) mit einem eigenen Konzept. Kostenpunkt: 24 Millionen Euro.

Wolfratshausen – Seit Monaten brüten der Stadtrat und Fachplaner über der Sanierung und Erweiterung der Grund- und Mittelschule am Hammerschmiedweg. Kommenden Mittwoch soll es zum Schwur kommen: Der Rat muss Einsparungen beim 60-Millionen--Euro-Projekt beschließen. In einer Klausurtagung im Juli einigte sich das Gremium auf dieses Vorgehen. Seinerzeit stellte Kulturreferent Alfred Fraas (CSU) einen eigenen Entwurf vor, die Schule kostengünstig und facettenreich zu erweitern. Sein Plan spielt am nächsten Mittwoch allerdings keine Rolle – was den CSU-Stadtrat mächtig wurmt. „Ich kann nicht verstehen, warum man meinen Vorschlag so blockiert“, sagt der Kulturreferent. Seine Idee „wurde nicht einmal von der Verwaltung geprüft“. Bislang hielt Fraas sein Konzept unter Verschluss. Als er erfuhr, dass am Mittwochabend lediglich über Einsparungspotenziale, nicht aber über eine grundsätzliche Alternative debattiert wird, entschied er sich für den Schritt in die Öffentlichkeit: In einem am Freitag eilig anberaumten Pressegespräch stellte der 68-Jährige seine Überlegungen vor.

Zum Fraas-Vorschlag gehört ein Lehrschwimmbecken

Fraas möchte möglichst viele Fliegen mit einer Klappe schlagen: Ein dreigeschossiger Erweiterungsbau am Trakt der alten Mädchenschule soll neun neue Klassenzimmer, Gruppenräume, Lernlandschaften und ein Lehrschwimmbecken samt Umkleiden beherbergen. Die alte Mädchenschule möchte Fraas nicht abreißen, sondern sanieren lassen. Unter einer pyramidenförmigen Kuppel neben diesem Trakt möchte Fraas eine großzügige Mensa schaffen, die auch als Aufenthaltsraum für Schüler oder als Veranstaltungsfläche dienen kann. Auf der bisherigen Freisportfläche könnte eine zusätzliche Dreifachturnhalle entstehen. Darin integriert: „eine Halbtiefgarage mit Platz für bis zu 40 Pkw“, so Fraas. Auf dem Dach des Neubaus könnte die Stadt drei Soccer-Five-Plätze oder andere Freisport-Flächen anlegen. Der Aufgang über eine Rampe soll so ausgestattet werden, dass Skateboard- oder Scooter-Fahrer die Fläche nutzen können. „In meinem Konzept ist alles integriert, was sich die Stadt von dem Projekt erhofft hat“, betont Fraas. Die Wünsche der Schulleitung, der Sportler und der Schwimm-Vereine würden mit seinem Konzept erfüllt.

Die Zahlen sind nicht aus dem Ärmel geschüttelt, sondern Teil eines fundierten Plans.“

Alfred Fraas, Kulturreferent des Wolfratshauser Stadtrats

Seine Idee hat der Holzbauingenieur und Software-Entwickler nicht „aus der hohlen Hand“ zu Papier gebracht, wie er sagt, sondern „fachmännisch begleiten lassen“. Ein Ingenieurbüro lieferte Fraas eine Kostenschätzung: Alles in allem würde sein Entwurf 24 Millionen Euro kosten. „Das ist eine riesige Einsparung im Vergleich zu der Größenordnung, über die wir bisher gesprochen haben.“

Der Plan von Fraas wurde bis dato nicht geprüft

Für den Bau einer Multi-Funktions-Sporthalle hat der CSU-Politiker schon ein Angebot eingeholt. Kostenpunkt: zwei Millionen Euro. Auch das Lehrschwimmbecken wäre als Teil seiner Neubaupläne günstiger als die bisherige 3,9-Millionen-Euro-Lösung. Fraas: „Die Zahlen sind nicht aus dem Ärmel geschüttelt, sondern Teil eines fundierten Plans.“

Warum seine Idee nicht geprüft worden ist, ist Fraas ein Rätsel. „Bei den Stadtratskollegen ist der Plan sehr gut angekommen. Wir würden viel weniger Steuergeld ausgeben und müssten trotzdem auf nichts verzichten.“ Er stellte einen Film über sein Konzept auf der Videoplattform Youtube online. „Ich sehe es für die Stadt nicht ein, wieso wir nicht zumindest überprüfen sollten, ob meine Idee umsetzbar ist.“ (dst)

Der Link zum Videoclip: Eine Visualisierung findet man unter www.youtu.be/2toyfg2M1CI sowie unter www.svs-by.de/GMS-WOR-FRAAS.pdf.

Lesen Sie auch: Monsterbrücke über der Loisach in Wolfratshausen.

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