Dutzende Verletzte bei S-Bahn-Unfall in Barcelona

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Ist die Ursache für den Ärger, kann aber nichts dafür: ein Schwan am Badweiher. 

Sorge um einen der schönsten Plätze der Stadt

Schwanenkot verdreckt Badweiher

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Wolfratshausen - Die Stadt will dem Schwanefütterer vom Badweiher das Handwerk legen. Rathaus und Landratsamt arbeiten an einer baldigen Lösung. Doch das ist gar nicht so einfach. 

„Es ist doch schade, wenn der schönste Platz der Stadt so verunstaltet wird“, klagt Fischereivereinsmitglied Nikolaus Schöffmann. Auslöser seines Ärgers ist der schön hergerichtete Weg entlang des Badeweihers – dieser ist voll mit Schwanenkot. Tatsächlich muss man sich Mühe geben, will man allen Flecken ausweichen. Zudem ist das Wasser des Weihers an der Badstraße leicht trübe. „Auch das liegt an den Schwänen“, ergänzt Schöffmann. Das Problem: Die Vögel werden überfüttert. Die Exkremente sind nicht nur unansehnlich, sondern können auch gesundheitliche Probleme hervorrufen. „Die Wasserqualität nimmt dadurch stark ab“, erläutert der Fischer. Zwar habe es noch keine Tests im Badeweiher gegeben. „Aber an der Wasserfarbe sieht man, dass sich mehr Algen bilden.“

Der Fischereiverein fordert ein Fütterungsverbot

Die Wolfratshauser Angler fordern ein Fütterverbot am Campingplatz. „Es geht nicht um Kinder, die gelegentlich kleine Brotkrumen in das Wasser werfen“, stellt der Vereinsvorsitzende Karl Taschner klar. Besonders ein Wolfratshauser Bürger habe es sich jedoch scheinbar zur Aufgabe gemacht, den Vögeln übermäßig viel Futter zu besorgen. „Der kommt säckeweise mit alten Semmeln an.“ Zwar haben Vereinsmitglieder den betagten Vogelfreund mehrfach darauf aufmerksam gemacht, dass er dem Weiher – und dem Umfeld – damit schadet. „Das hat ihn aber bisher nicht davon abgehalten, regelmäßig zu kommen.“ Für die Fischer ist klar: Nur ein Verbot könnte den ungewünschten Gast fern halten.

Das Problem: Der Badweiher gehört nicht der Stadt

Ein solches auszusprechen ist aber gar nicht so einfach, wie sich am Dienstag im Hauptausschuss zeigte. SPD-Fraktionssprecher Fritz Meixner sprach das Thema an, nachdem Schöffmann seinen Fraktionskollegen Fritz Schnaller kontaktiert hatte. „Können wir ein Fütterungsverbot für Enten und Schwäne aufnehmen?“ fragte Meixner, als es um die Verabschiedung der neuen Ortsverordnung ging. „Können wir nicht ohne Weiteres“, antwortete Martin Melf, zuständiger Abteilungsleiter im Rathaus. Zumindest über die Ortsverordnung sei ein solches Verbot nicht möglich. Diese regele nur die städtischen Grünanlagen. Zu denen zähle der Badeweiher aber nicht. „Der gehört zum Campingplatz.“

Die Verwaltung will das Problem unbedingt angehen

Das bedeutet aber nicht, dass die Stadt untätig bleibt, im Gegenteil. „Wir sind nicht ganz ohne Handhabe“, kündigte Melf an. Wenn etwa als Folge übermäßiger Fütterung Ratten und Mäuse auftreten und eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung drohe, gebe es durchaus Möglichkeiten, aktiv zu werden. „Wir brauchen aber den Nachweis dafür, dass eine solche Gefahr besteht.“ Melf hat bereits Kontakt mit dem Landratsamt aufgenommen. „Wir basteln gemeinsam an einer wasserdichten Lösung.“ „Die Sache muss unbedingt angegangen werden“, pflichtete Helmuth Holzheu (CSU) bei, selbst im Vorstand des Fischereivereins. „Schließlich haben wir das gleiche Problem auch an der Loisach.“

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