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Aufgepasst: Kinderchorleiter Yoshihisa Kinoshita (li.) probt mit seinen Schützlingen für das Musical „Ritter Rost und das Gespenst“. Zu sehen ist das Ergebnis am Mittwoch um 17 und um 19 Uhr in der Loisachhalle. 

Kinder üben fleißig

Schweißtreibende Proben für  „Ritter Rost und das Gespenst“

Schweißtreibende Proben finden derzeit an der Wolfratshauser Musikschule statt. 60 Kinder bereiten sich auf das Kindermusical „Ritter Rost und das Gespenst“ vor.

Wolfratshausen - In seinem grünen Plüschkostüm mit dem Krokodilskopf rennt Alexander alias „Koks der Drache“ dem Briefträger hinterher und vertreibt ihn mit imaginärem Feuerspeien. Kinderchorleiter Yoshihisa Kinoshita am Klavier lächelt zufrieden. Der neunjährige Alexander hat Temperament, das gefällt seinem Lehrer. „Ja, ich bin ein bisschen frech, deswegen passt die Rolle des Koks so gut zu mir“, sagt der Bub in der Probenpause. Er ist ganz verschwitzt, nicht nur wegen der Verkleidung, sondern weil es heiß und dampfig ist an diesem Tag im Musikschulsaal.

Aufführung am Mittwoch

Alexander und die übrigen rund 60 Darsteller des Kindermusicals „Ritter Rost und das Gespenst“ befinden sich in der Endphase der Vorbereitungen. Seit Ostern lernen sie ihre Texte und treffen sich zum Üben. Die Aufführungen finden am kommenden Mittwoch, 19. Juli, in der Loisachhalle statt. Gespielt wird je zwei Mal in zwei Besetzungen: vormittags für die Schulen und abends um 17 und um 19 Uhr für die Öffentlichkeit. Die Lieder wie „Das muss ein Ritter können“ oder „Zu spät, zu spät zum Gänseblümchen pflücken“ kann fast jedes Kind im Grundschulalter auswendig. Doch es gehört noch einmal sehr viel mehr dazu, vor großem Publikum auf der Bühne zu stehen und sie solo zu singen.

Der zehnjährige Maxi, der den Hofschreiber Ratzefummel spielt, beherrscht seinen Rap einschließlich der lässigen Attitüde eines Rappers bereits perfekt. Und wenn man seinen Text doch einmal vergisst? „Dann muss man schnell etwas Sinngemäßes erfinden, damit keiner etwas merkt“, weiß die neunjährige Amrei, die in der Rolle des Ritter Rost zu sehen sein wird. Amrei, deren Mutter Sigrid von Kracht die Kostüme für alle Kinder genäht hat, sammelte bereits als Vorschulkind erste Theatererfahrungen. „Trotzdem bin ich vor jedem Auftritt nervös“, gesteht das Mädchen.

Musical-Stars optimal vorbereitet

Nicht anders geht es dem zweiten Ritter Rost Max, Burgfräulein Bö (Mia) und ihrem sprechenden Hut (Lara). Doch wer Kinoshita kennt, weiß, dass er seine kleinen Musical-Stars optimal vorbereitet – mit Strenge und Konsequenz, aber auch mit reichlich Lob. Kinoshita und Heinrich Zapf (Regie) haben das Stück mit den Kindern im Alter von sechs bis elf Jahren einstudiert. Musikschulchef Manfred Heller hat das Bühnenbild gestaltet, Josi Vorbuchner mit dem Musikschulorchester geprobt.

In der Geschichte aus der Feder von Jörg Hilbert und Komponist Felix Janosa erscheint ein Gespenst auf der Burg des Ritter Rost und veranstaltet mit Koks dem Hausdrachen eine Geistershow. Währenddessen muss Ritter Rost zu einem großen Turnier einladen, bei dem auch Burgfräulein Bö, König Bleifuß der Verbogene, sein Schreiber Ratzefummel und viele andere Blechritter nicht fehlen dürfen. Das Turnier endet mit einer Überraschung – nicht nur für Ritter Rost. „Spaß und Spannung sind garantiert“, sagt Kinoshita.

Tanja Lühr

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