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Das Bürgerfest: Eine der Veranstaltungen, die künftig aus dem Topf der Stadtmarketing GmbH finanziert werden könnte.

Werbekreis bespricht weiteres Vorgehen

Schwieriges Stadtmarketing

Wolfratshausen - Nach der Vertagung durch die UWW will der Werbekreis  das weitere Vorgehen zum Thema Stadtmarketing in einer Vorstandssitzung besprechen.

Wird die Unternehmervereinigung Wolfratshausen (UWW) Gesellschafter in der Stadtmarketing Wolfratshausen (SMW) GmbH? Die Antwort: Noch nicht. Den Unternehmern sind noch zu viele Fragen offen. Die Entscheidung wurde vertagt. Einige Mitglieder äußerten Bedenken am Sinn einer Beteiligung. Wie der Werbekreis mit der neuen Situation umgeht, wird sich in den nächsten Tagen entscheiden, teilt die Vorsitzende Ingrid Schnaller mit.

Der Wolfratshauser Stadtrat hat sich bereits entschieden und die Gründung der SMW auf den Weg gebracht. Geschäftsführer der GmbH wird der City-Manager (wir berichteten). Vertreten sollen die SMW darüber hinaus neun Personen: der Bürgermeister, der Wirtschaftsreferent des Stadtrats, vier Stadträte unterschiedlicher Parteien und politischer Gruppierungen, zwei Mitglieder des Werbekreises sowie ein Vertreter der Unternehmervereinigung (UWW). In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung wollte letztere eine Entscheidung fällen, ob sie sich an der geplanten GmbH beteiligt. Dazu kommt es nicht. Genauer gesagt: noch nicht.

Die Entscheidung wurde verschoben. Zuvor hatte es viel Kritik an den Plänen gegeben. Dr. Balthasar Freiherr von Campenhausen stellte fest: „Die Gesellschaft ist ein Produkt der Ratlosigkeit des Stadtrats.“ Er vertrat den Standpunkt, dass die SMW „die Probleme nicht lösen wird, sondern nur Kosten verursacht“. Andere Mitglieder befürchteten, dass die UWW ihre Unabhängigkeit aufgeben müsse, wenn sie in dasselbe Boot wie die Stadt klettert.

Der Werbekreis möchte am heutigen Mittwoch entscheiden, wie man mit dem Votum der UWW umgeht. „Wir besprechen mit unserem Vorstand und den Beiräten, in welche Richtung wir tendieren“, sagt die Vorsitzende Ingrid Schnaller. „Das Thema wurde bei Mitgliederversammlungen besprochen.“ Dabei habe sich zwar abgezeichnet, dass es auch in der Einzelhändlervereinigung unterschiedliche Ansichten zu diesem Thema gibt. „Aber mehrheitlich war die Stimmung dafür. Also haben wir uns dafür entschieden, das auf diesem Weg weiter zu verfolgen“, sagt die Werbekreis-Chefin. Die Abstimmung der Unternehmervereinigung kommentiert Schnaller nicht. „Die UWW ist ein eigenständiger Verein, der eigenständige Entscheidungen trifft.“

Der Stadtmanager soll die Arbeiten, die momentan von Ehrenamtlichen geleistet werden, professionell übernehmen, erklärt die Werbekreis-Chefin. Damit einher ginge also auch, dass die angedachte Stadtmarketing GmbH Zuschüsse erhalte. 23 000 Euro solle der Werbekreis übernehmen, 2000 die UWW, den Restbetrag von 150 000 Euro müsste die Kommune schultern. Das vorgesehene Stammkapital der Gesellschaft von 25 000 Euro solle ebenfalls aufgeteilt werden: Die Stadt Wolfratshausen würde demnach 84 Prozent (21 000 Euro) tragen, der Werbekreis 15 Prozent (3750 Euro) und die Unternehmervereinigung ein Prozent (250 Euro).

Warum die Einzelhändlervereinigung einen deutlich höheren Beitrag als die Unternehmer leisten solle, erklärt Schnaller so: „Wir beteiligen uns durch die SMW zukünftig auch an Aktionen, die momentan vom Werbekreis finanziert werden.“ Werbemaßnahmen, Ausgaben für Veranstaltungen wie das Bürgerfest oder verkaufsoffene Sonntage: Zukünftig solle das aus dem Budget der Stadtmarketing GmbH gezahlt werden. Kurz erklärt: Geld, das bisher vom Werbekreis direkt gezahlt wird, soll künftig mittelbar über die Beteiligung am Stadtmarketing fließen.

dst

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