Ein Hilfstransport der Osteuropahilfe.
+
Die Hilfstransporte der Osteuropahilfe rollen wieder.

Osteuropahilfe trifft sich erstmals nach dem Lockdown

Seit Juni rollen die Hilfstransporte wieder

  • Doris Schmid
    vonDoris Schmid
    schließen

Endlich können Hilfsgüter wieder in die Ukraine gebracht werden. Das teilt die Osteuropahilfe mit.

Wolfratshausen – Zum ersten Mal nach dem Corona-Lockdown trafen sich kürzlich die Mitglieder der Osteuropahilfe (OEH) der Landkreise Starnberg und Bad Tölz-Wolfratshausen. Im Gasthof Löwenbräu berichteten Vereinschefin Maria Reitinger und ihre Vorstandskollegen Viktoria Sidorova und Josef Reitinger über die jüngsten Aktivitäten.

Erst seit Ende Juni gibt es laut Mitteilung wieder die Möglichkeit, Hilfsgüter in die Ukraine zu bringen. „Durch glückliche Umstände gelang es aber, die Geldbeträge für neun Patenkinder in Lemberg und Brody, die alle zwei Monate an die Familien ausgezahlt werden, zu transferieren“, berichtet die OEH. Mit Brody verbindet Wolfratshausen eine langjährige Städtefreundschaft. An Hilfsgütern wurden in diesem Jahr viele Kartons Verbandsmaterial, Inkontinenzartikel und einige Kartons Kleidung geschickt. „Daneben konnten sieben Tische und 28 Stühle in bester Qualität vom Paritätischen Wohlfahrtsverband München verladen werden.“ Die Arbeiterwohlfahrt Wolfratshausen steuerte fünf hydraulisch verstellbare und fahrbare Liegestühle für immobile Patienten bei. Einer ist bereits im Heim für psychische und neurologische Erkrankungen in Pidkamin im Einsatz.

Die OEH hat sich in diesem Jahr an sogenannten Mikroprojekten beteiligt, indem der Eigenanteil des Antragstellers übernommen wurde. Diese Projekte waren die Erneuerung der Wäscherei im Heim für psychisch und neurologisch Erkrankte, die Sanierung der Mensa der Mittelschule und die Wärmedämmung der Außenwände des Krankenhauses in Pidkamin. Auch das Straßenkinderprojekt Oberih, in dem Jugendliche aus schwierigen Verhältnissen betreut werden, wurde wie in allen Jahren finanziell bedacht. Das Internat für schwer hörgeschädigte Kinder in Pidkamin wird im Oktober wieder Ziel der Akustikergruppe der OEH sein – im Gepäck etwa 30 neue Hörgeräte und viele Zubehörteile.

Speziell für die Patenschaften, die in diesem Jahr erwei-tert wurden, sucht die OEH noch Paten. Weil der Transport von Hilfsgütern viel Geld kostet, freut sich der Verein über Spenden auf das Konto: Osteuropahilfe e.V., IBAN: DE 97 7005 4306 0055 0035 60 bei der Sparkasse Bad Tölz-Wolfratshausen.  

nej

Lesen Sie auch: Interkommunales Hallenbad: Zeigt der öffentliche Druck Wirkung?

Auch interessant

Kommentare