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Schwindelfrei: Die Wolfratshauser DAV-Seniorengruppe beim Start in die Wandersaison.

40 Meter über dem Abgrund

24 Senioren der DAV-Gruppe eröffnen die Wandersaison

Wolfratshausen – Die Seniorengruppe der DAV-Sektion Wolfratshausen hat die Bergwandersaison eröffnet. Für das Frühlingserwachen wählte Wanderleiter Hans Huber eine spannende Eingeh-Tour unter dem Motto: „Ein wenig Nervenkitzel muss schon sein“.

Ausgangspunkt war der Parkplatz an der Talstation der Wankbahn in Garmisch-Partenkirchen. Nach den letzten Häusern beginnt der Sunnaweg, der entlang der Schalmeischlucht im lichten Bergwald zum Aussichtplateau Hasenböderl führt. Dort steht eine von Schülern gebaute begehbare Sonnenuhr. „Obwohl wir alle aktiv waren, wie es die Gebrauchsanleitung der Uhr erfordert, konnten wir die Zeit nicht ablesen“, berichtet DAV-Senior Georg Walz. Denn der wichtigste Teil der Uhr, die Sonne, habe sich hinter Wolken versteckt.

Der guten Stimmung der Bergwanderer tat das keinen Abbruch. Dafür sorgte der nächste Teil der Tour: Wenige Meter nach unten zur Schlucht hin hatte die Gruppe eine wackelige Hängebrücke vor sich. Mit 55 Metern Länge überspannt sie die fast 40 Meter tiefe Faukenschlucht. Da hätten einige tief durchatmen müssen, sagt Walz. „Der Blick nach unten hat für Kribbeln in Nacken und Bauch gesorgt.“ Zumal die Wanderer sich auf der Brücke auch noch zum Gruppenfoto aufstellen mussten.

Danach ging’s weiter zur Gamshütte, beziehungsweise zu dem, was von ihr übrig geblieben ist. An den einst gut besuchten Rastplatz erinnern nur noch die Reste der abgebrannten Hütte. Kurz hinter dem Schutthaufen führt ein schmaler Steig zur Eckenhütte hinab. Etwa eine Viertelstunde später verließ die Gruppe den Wald, und das weitläufige Almgebiet der Eckenhütte öffnete sich. „Waren die Ausblicke bisher gut, so ist das Panorama hier unbeschreiblich“, schwärmt Walz. Man sehe auf das Wettersteingebirge, dessen Nordseite vom neuerlichen Wintereinbruch noch einmal bis weit hinab weiß eingefärbt war: Der Blick der Wanderer fiel auf die Dreitorspitze, die Alpspitze und die Zugspitze. „Einige meinten sogar, das Schachenhaus in der Schneepracht zu erkennen.“

In nördlicher Richtung ging es am Kesselgraben entlang wieder hinab ins Tal – inklusive eines Abstechers zur Wallfahrtskirche St. Anton. An vielen Votivtafeln vorbei stiegen DAV-Senioren die steilen Treppenstufen nach oben in die sehenswerte Kirche hinein. Walz: „Ein schöner Abschluss eines spannenden Bergtags.“

red

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