Zwei ältere Frauen mit einem Hund
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Älter, aber quietschfidel: In Wolfratshausen sollen Senioren künftig mehr Mitsprache bei politischen Entscheidungen haben

Ausschuss entscheidet

Senioren sollen das Wort haben

  • vonDominik Stallein
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In vielen Bereichen haben Senioren besondere Bedürfnisse. Die sollen künftig stärker in der Stadtpolitik berücksichtigt werden. Die Kommune möchte ein Gremium gründen.

Wolfratshausen – Barrierefreiheit, öffentlicher Nahverkehr und Kulturangebote: Senioren haben in vielen Themenfeldern andere Bedürfnisse als jüngere Menschen. „Wir wollen es schaffen, dass die Belange und Wünsche dieser Gruppe gehört werden“, sagt die Seniorenreferentin des Stadtrats, Dr. Ulrike Krischke. In der kommenden Sitzung des Ausschusses für Kultur, Jugend, Sport und Soziales stimmt das Gremium darüber ab, ob und in welcher Form eine ständige Seniorenvertretung in der Loisachstadt geschaffen wird.

Der Plan: Vereine und Senioren an einen Tisch holen

Krischke stellt sich ein Gremium vor, in dem Vertreter von Vereinen und Organisationen sitzen, die sich mit der Seniorenarbeit in Wolfratshausen befassen – wie beispielsweise die AWO oder der Nachbarschaftshilfe Bürger für Bürger. Was Krischke besonders wichtig ist: „In der Seniorenvertretung müssen natürlich auch Senioren selbst mitsprechen können.“ Vertreter der älteren Generationen sollen in dem Gremium ebenfalls Sitze erhalten und abstimmen dürfen.

Wenn der Stadtrat über Themen diskutiert, die auch die Belange von Senioren betreffen, kann das Gremium eine Stellungnahme dazu abgeben.“

Dr. Ulrike Krischke, Seniorenreferentin des Stadtrats

Angedacht ist, dass die Arbeit der Vertretung aus zwei Hauptaufgaben besteht: „Wenn der Stadtrat über Themen diskutiert, die auch die Belange von Senioren betreffen, kann das Gremium eine Stellungnahme dazu abgeben.“ Werde beispielsweise über Infrastrukturmaßnahmen debattiert, könne die Seniorenvertretung prüfen, ob die angedachten Gehwege seniorenfreundlich ausgebaut sind. In Entscheidungsprozessen im Stadtrat könne die Vertretung behandelt werden, wie Träger öffentlicher Belange die schriftlich Stellung zu städtischen Projekten beziehen.

Das Gremium ist unabhängig von der Parteipolitik

In den regelmäßigen Sitzungen sollen auch Thematiken abseits des lokalpolitischen Geschehens auf den Tisch kommen: „Wenn in der Runde Ideen oder Anliegen entwickelt werden, können diese als Vorschlag in den Stadtrat eingebracht werden“, sagt Krischke. Sie hofft, dass auf diesem Wege auch Problemstellungen behandelt werden, die den Stadtratsmitgliedern sonst verborgen bleiben würden. Auf eine Feststellung legt die Seniorenreferentin großen Wert: „Das Gremium ist nicht weisungsgebunden und soll unabhängig von der Parteipolitik arbeiten können.“

Entscheidung fällt am 15. April

Derzeit gibt es in Wolfratshausen einen runden Tisch, der aus Vertretern der Seniorenarbeit besteht. Diese Gruppe soll durch die neu zu gründende Seniorenvertretung abgelöst werden. Am Donnerstag, 15. April, entscheidet der Ausschuss für Kultur, Jugend, Sport und Soziales über eine Satzung, die Krischke entworfen hat. Details aus diesem Entwurf verrät die Seniorenreferentin im Vorfeld der Sitzung nicht. Der Ausschuss tagt um 18 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses. dst

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