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Ein nicht zu übersehendes Banner bietet die Waldbesitzervereinigung Wolfratshausen – hier Vorsitzender Hans Killer (li.) und Thilo Rothkegel – ihren Mitgliedern an.

Waldbesitzervereinigung

Sicherheit geht vor

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Die Waldbesitzervereinigung Wolfratshausen (WBV) hat ihre Mitglieder zu einer praktischen Arbeitssicherheits-Schulung mit Thomas Hobmeier vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und  Forsten (AELF) Ebersberg eingeladen.

Bad Tölz-Wolfratshausen– Es wird schon gut gehen: Diese Haltung kann gerade in der Waldarbeit ein katastrophaler Fehler sein. Immer wieder ereignen sich Unfälle, begeben sich Menschen leichtsinnig in Gefahr. Schwere Verletzungen oder sogar der Tod kann die Folge sein – zuletzt im Mai im Ickinger Isarwald.

Um ihre Mitglieder zu sensibilisieren, hat die Waldbesitzervereinigung Wolfratshausen (WBV) zu einer praktischen Arbeitssicherheits-Schulung mit Thomas Hobmeier vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Ebersberg nach Attenhausen eingeladen. „Man kann den zunehmenden Freizeitdruck und die Ignoranz der Waldbesucher noch so beklagen. Es hilft nichts. Man muss sich bei der Holzernte darauf einstellen“, erklärte Revierförster Robert Nörr den zahlreich erschienenen Waldbesitzern. Von größter Bedeutung ist in diesem Zusammenhang das vorschriftsmäßige Aufstellen von Schildern und das Absperren von Wegen im Bereich von Fällarbeiten. Dazu ist jedermann verpflichtet, der eine Gefahrenlage schafft, und die Holzernte gehört ohne Zweifel dazu.

Die WBV Wolfratshausen möchte zur Erhöhung der Sicherheit der Waldarbeit beitragen. Deshalb hat die Vereinigung ein drei Meter langes und 1,5 Meter breites Banner entwerfen lassen. Dieses kann zu einem günstigen Preis angeboten werden, wenn die Nachfrage entsprechend hoch ist. Alle Mitglieder, die Interesse haben, können sich bei der WBV-Geschäftsstelle melden.

Bei der Schulung wurde darauf hingewiesen, dass vor der Sperrung von Wegen oder Straßen eine Genehmigung bei der zuständigen Behörde einzuholen ist. Die Vorschriften werden immer strenger und umfangreicher, je bedeutender eine Straße ist. Es empfiehlt sich auch, vor Beginn der Maßnahme mit dem Bauhof der zuständigen Gemeinde oder der Straßenmeisterei zu sprechen, denn diese leisten unter Umständen Unterstützung. „Sie sind zwar nicht verpflichtet zu helfen. Es ist eine reine Gefälligkeit, aber in vielen Fällen klappt es gut“, sagt Hans Killer, Vorsitzender der WBV.

Bei der Schulung wurde klar: Bei Fällarbeiten ist grundsätzlich sicherzustellen, dass rund um den zu fällenden Baum in einer Entfernung der doppelten Baumlänge so abgesperrt wird, dass dieser Bereich nicht von einem Unbeteiligten betreten werden kann. Da die Waldbesucher immer unvernünftiger werden und häufig auch Verbotsschilder und -banner ignorieren, sollten zusätzlich auch Absperrposten aufgestellt werden. Eine Botschaft gab der Forstwirtschaftsmeister Thomas Hobmeier den Waldbesitzern noch mit auf den Weg: „Überschätzen Sie sich nicht“, sagte er. „Wenn Sie keine ausreichende Erfahrung haben, überlassen Sie schwierige Waldarbeiten den Profis.“ 

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