Attacke auf Passanten in Hamburg: Ein Toter, mehrere Verletzte

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Im Gespräch mit Andreas Czerweny

Sicherheitswacht: Polizeichef beantwortet wichtige Fragen

Braucht die Stadt Wolfratshausen eine Sicherheitswacht? Und was ist dies überhaupt? Wir haben mit einem Experten gesprochen.

Wolfratshausen – Passanten warfen in einer Straßenumfrage unserer Zeitung einige Fragen zum Thema Sicherheitswacht auf. Unser Mitarbeiter Dominik Stallein hat sie an den örtlichen Polizeichef Andreas Czerweny weitergegeben.

Barbara Holthaus: „Ist der Bedarf wirklich so groß?“

Ja, ist er. Wir können durch die Sicherheitswacht ein Stückchen mehr Sicherheit leisten.

Sabrina Hecher: „Wo liegen die Kompetenzen einer Sicherheitswacht, wo sind ihre Grenzen?“

Andreas Czerweny: Leiter der Polizeiinspektion Wolfratshausen.

Die Grenzen liegen zum Beispiel dort, wo sich die Ehrenamtlichen selbst in Gefahr bringen würden. Da geht der Schutz des Einzelnen vor. Die Kompetenzen sind die eines jeden Bürgers, der Zivilcourage zeigt. Die Mitarbeiter der Sicherheitswacht unterscheiden sich nur durch eine gute Ausbildung, einen Ausweis und die Jacke, die wir zur Verfügung stellen. Sie ist mit dem Schriftzug „Sicherheitswacht“ versehen. Die Ehrenamtlichen sind also sofort erkennbar. Darüber hinaus dürfen sie die Personalien von Menschen aufnehmen und diese – wenn ein Notruf bei der Polizei eingegangen ist – bis zum Eintreffen der Beamten festhalten.

Thomas Isermann: „Wie soll eigentlich die Ausbildung dieser Sicherheitswacht aussehen?“

Die Ehrenamtlichen werden in 40 Unterrichtsstunden in verschiedenen Kompetenzen geschult. Dazu zählen Recht, Psychologie, Kommunikation und Selbstverteidigung. Ein wichtiger Teil der Ausbildung ist auch das richtige Absetzen eines Funkspruchs.

Inge Langer: „Es ist im Zeitalter des Handys immer möglich, den Notruf abzusetzen.“

Mit Frau Langers Meinung gehe ich zu 100 Prozent konform. Die Polizei favorisiert in jedem Fall einen Notruf. Lieber erreicht uns eine Meldung zu viel als eine zu wenig.

Franz Koschitzki: „Die Frage ist: Finden sich genug Ehrenamtliche?“

Das ist natürlich eine entscheidende Frage. Ich sehe das allerdings sehr positiv. Sollte der Stadtrat das Signal geben, dass eine Sicherheitswacht gewünscht ist, fangen wir an, Ehrenamtliche zu suchen. Durch die positiven Erfahrungen mit vielen tüchtig helfenden Menschen – zum Beispiel bei der Bergwacht, Wasserwacht, der Feuerwehr oder als Isar-Ranger – bin ich optimistisch. Uns schwebt eine Sicherheitswacht mit vier bis acht, im Optimalfall zehn Mitarbeitern vor. Das sollte zu schaffen sein.

Dominik Stallein

Rubriklistenbild: © dpa

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