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Keine Angst vor nächtlich Einsätzen dürfen die Mitarbeiter der Sicherheitswacht haben.

Das Wichtigste: Nicht maulfaul sein

Sicherheitswacht Wolfratshausen: Checkliste für Bewerber

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Heidemarie Schrödl von der Schongauer Sicherheitswacht gab im Pressegespräch in der Wolfratshauser Polizeiinspektion einen Einblick, auf welche Schwierigkeiten sich Wolfratshauser Bewerber einstellen müssen.

Wolfratshausen – Seit Kurzem können sich Frauen und Männer für die Sicherheitswacht in der Flößerstadt bewerben. In Schongau gibt es das Projekt schon länger. Mitglied Heidemarie Schrödl erzählte beim Pressegespräch von ihren Erlebnissen. Als Schrödl vor sieben Jahren das erste Mal in Schongau auf Streife ging, war die Resonanz nicht gerade positiv. „Wir wurden angepöbelt, wir wurden Stasi und Hilfssheriffs genannt.“ Dies habe sich mittlerweile grundlegend geändert: „Die Leute freuen sich, wenn wir kommen.“ Ihre Arbeit sei vielfältig. So kümmerte sie sich auf dem Schongauer Weihnachtsmarkt um einen Migranten, der rückwärts über einen Fahrradständer gestürzt war und sich verletzt hatte. „Die anderen haben weggeschaut, wir haben einen Sanka gerufen.“

Ähnlich verlief ein weiterer Fall. Eine Frau war gegen ein Gerüst gelaufen und krümmte sich vor Schmerzen am Boden. „Wir haben sie heimgebracht“, sagt Schrödl. „Sie war so dankbar, dass sie uns gar nicht mehr loslassen wollte.“ Eine weitere Frau begleitete die Sicherheitswacht an Silvester gegen 2.30 Uhr heim, als auf den Schongauer Straßen nichts mehr los war. „Sie hat gesagt: Schön, dass ihr da seid.“

Kein Vandalismus mehr

Ein Bild von Schrödls Arbeit machte sich am Freitag Andreas Czerweny, als er sie auf einer Streife begleitete. „Uns hätte es fast zerrissen, als sie eine Gruppe von zehn, zwölf Jugendlichen kontrolliert hat“, sagt der Wolfratshausens Polizeichef. „Lauter Leute, die die 100 Meter unter zwölf Sekunden laufen könnten.“ Die Gruppe ließ sich ohne zu murren von der Seniorin ermahnen, dass sie die leeren Flaschen einpacken sollen, und das mit den Worten: „Das ist nicht gut so. Räumt’s z’samm, geht’s zum Getränkemarkt und kauft’s euch von dem Pfand ein Eis.“ In solch einem Fall dürfe man nicht auf den Mund gefallen sein, sagt Schrödl schmunzelnd.

Ihrer Meinung nach habe die Arbeit der Sicherheitswacht positive Auswirkungen: „Es gibt keinen Vandalismus mehr, die Geschäftsleute können nachts wieder ihre Blumen rausstellen.“ Ebenso habe es in den Hausgängen der Altstadt aufgrund der vielen „Wildbiesler“ oft nach Urin gestunken. Dies gehöre mittlerweile der Vergangenheit an. Auch wenn sie nachts unterwegs ist, empfindet sie ihre Arbeit nicht als gefährlich. Ihr Reizgas habe sie noch kein einziges Mal einsetzen müssen, „denn das meiste lässt sich durch Reden regeln“.

Diese Voraussetzungen sind notwendig 

  • Alter: Bewerber müssen mindestens 18 und höchstens 62 Jahre alt sein. 
  • Schule: Um mitarbeiten zu können, ist eine abgeschlossene Schul- oder Berufsschul-Ausbildung notwendig, ebenso Verantwortungsbewusstsein und Zuverlässigkeit 
  • Arbeitszeit: Sicherheitswacht-Mitarbeiter sind durchschnittlich fünf Stunden pro Woche unterwegs. 
  • Ortskundigkeit: Bewerber sollten aus Wolfratshausen oder dem näheren Umkreis stammen und eine gute Ortskenntnis besitzen. 
  • Lohn: Sicherheitswachtler sind grundsätzlich ehrenamtlich tätig, erhalten aber einen Stundenlohn von acht Euro 
  • Fitness: Wer bei der Sicherheitswacht arbeiten will, muss in der Lage sein, bis zu 20 Kilometer zu gehen. 
  • Nachtarbeit: Bewerber dürfen kein Problem damit haben, nachts unterwegs sein.

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