Anziehungspunkt für Wellenreiter: Der Eisbach im Englischen Garten in München ist seit vielen Jahren ein sogenannter Hot-Spot für Surfer. In Wolfratshausen ist geplant, eine künstliche Welle, die ein- und ausgeschaltet werden kann, in der Loisach in Weidach zu bauen. 
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Anziehungspunkt für Wellenreiter: Der Eisbach im Englischen Ga rten in München ist seit vielen Jahren ein sogenannter Hot-Spot für Surfer. In Wolfratshausen ist geplant, eine künstliche Welle, die ein- und ausgeschaltet werden kann, in der Loisach in Weidach zu bauen. 

„Das wäre eine tolle Sache“

So gut gefällt der EU die Wolfratshauser Surfwelle

  • Carl-Christian Eick
    vonCarl-Christian Eick
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Gute Nachricht für den Verein „Surfing Wolfratshausen“: Die Europäische Union findet die geplante künstliche Surfwelle gut. Wie sie die Idee unterstützen will, erklärt Dr. Andreas Wüstefeld.

Wolfratshausen – Die Entscheidung des Lenkungsausschusses der Leader-Aktionsgruppe im Landkreis darf als Meilenstein bezeichnet werden. Denn die Stadt Wolfratshausen hat den Bau der zirka 320.000 Euro teuren künstlichen Surfwelle in Weidach an Bedingungen geknüpft: Die Kommune stellt wie berichtet erst 100.000 Euro zur Verfügung, wenn der Verein „Surfing Wolfratshausen“ 60.000 Euro Spenden gesammelt hat – und die Europäische Union (EU) mindestens 160.000 Euro Fördermittel zusagt.

Letzteres gilt nun als sicher, denn: Eine Empfehlung des Kreis-Lenkungsausschusses, dem unter anderem Kommunalpolitiker sowie Vertreter von Naturschutzverbänden und Geldinstituten angehören, ist von der EU bislang nie revidiert worden. Das berichtet der Ausschuss-Vorsitzende Dr. Andreas Wüstefeld auf Nachfrage unserer Zeitung. Das Projekt sei am Montagabend vom Gremium einstimmig befürwortet worden, so Wüstefeld. Bei der Bewertung habe die künstliche Surfwelle eine Spitzennote bekommen: „Maximal 33 Punkte sind möglich, die Surfwelle erhielt 31.“

Die Idee entspricht laut Wüstefeld genau dem Ansatz, den die EU mit ihrem sogenannten Leader-Förderprogramm verfolgt. „Es ist ein Projekt gemäß der lokalen Entwicklungsstrategie. Die Region entscheidet, was sie will, die Bürger gestalten ihre Heimat selbst.“ Positiv beurteilte das Gremium, dass hinter dem Projekt ein Verein steht. „Gut angekommen ist auch die Crowdfunding-Aktion des Vereins mit der Raiffeisenbank Isar-Loisachtal.“

Die Vereinsvorsitzende findet die Entscheidung „supergenial“

Nun muss die Stadt Wolfratshausen wieder den nächsten Schritt machen. Die Entscheidung des Lenkungsausschusses („Das ist eine Art Gutschein“) muss mit einem entsprechenden Förderantrag der Loisachstadt bis spätestens 11. September im Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Rosenheim vorliegen. In einer Fachabteilung der Behörde wird das letzte Wort gesprochen. „Gehen Sie mal davon aus, dass unsere Entscheidung bestätigt wird“, prognostiziert Wüstefeld. „Bis zu 172.000 Euro netto kann die Kommune abrufen.“

Auch in seiner Funktion als Fachbereichsleiter des Tölzer Land Tourismus steht Wüstefeld hinter der künstlichen Surfwelle. Er glaubt, dass von einer solchen Freizeiteinrichtung „der ganze Landkreisnorden profitieren könnte, das wäre eine tolle Sache“. Die Bewilligung des Förderantrags bezeichnet er als „ein schönes Signal“.

Neben der künstlichen Surfwelle sprach sich die lokale Leader-Gruppe am Montag für die finanzielle Unterstützung des Wanderwegekonzeptes Lenggries/Tölzer Land Süd aus. Nun sei der Fördertopf leer, berichtet Wüstefeld. „Daher kommt ein drittes Projektvorhaben, die ,Gefahrenbeseitigung Isarradweg‘ in der Gemeinde Königsdorf, bis auf Weiteres nicht zu Zuge.“

Stefanie Kastner, Vorsitzende des Vereins „Surfing Wolfratshausen“ erfuhr durch den Anruf unserer Zeitung vom Beschluss der Leader-Gruppe. „Das ist supergenial, einfach spitzenklasse“, so ihre spontane Reaktion. Der Verein stellte dem Stadtrat am Dienstagabend sein Betriebskonzept vor.

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