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Die Vorfreude auf die Schule ist mit vielen Neuanschaffungen verbunden: Birgit Pauli-Lommer, Sohn Gabriel und seine Schulausrüstung. 

Wolfratshauser Familie berichtet

So teuer ist der Start ins Schulleben

Schulranzen, Schultüte, Turnsachen, Malsachen, Trinkflasche, Brotzeitbox, Stifte, Hefte: Ein ABC-Schütze startet mit einem ganz schönen Paket in den Ernst des Lebens. Billig ist das nicht.

Wolfratshausen – Birgit Pauli-Lommer und Markus Pauli haben alles beieinander für Gabriels großen Tag, den 12. September. Dann kommt der Sechsjährige in die Hammerschmied-Grundschule. Für unsere Zeitung hat das Wolfratshauser Ehepaar die Grundausstattung für Gabriels Schulstart im Kinderzimmer aufgebaut.

Zwei Kartons mit Hausschuhen – ein Paar für die Schule und eines für die Mittagsbetreuung – und ein dritter Karton mit Hallenturnschuhen türmen sich auf. Zeichenblock, Wasserfarben, Pinsel und Wachsmalkreiden ergeben einen weiteren Stapel. Hinzu kommen einige Schnellhefter und das Federmäppchen. Feinsäuberlich sind Bunt- und Bleistifte, Radiergummi, Spitzer und Lineal mit je einem Aufkleber mit der Aufschrift „Gabriel“ versehen. Nicht nur die größeren Gegenstände, auch jeder einzelne der rund 20 Stifte musste auf Geheiß der Schulleitung mit Namen versehen werden. „Das ist jetzt wohl neu“, sagt Markus Pauli. Weitere Bemerkungen zu dieser Art von Fleißarbeit für die Eltern verkneift er sich.

Komplettieren werden das Starter-Set noch einige Hefte und Blöcke – welche, das geben die Klassenlehrer im Laufe der ersten Schulwoche bekannt. „Aber das wird wohl nicht mehr so wild“, meint Birgit Pauli-Lommer. Für die Grundausstattung erhielten die Eltern bereits im Juli eine Liste mit den benötigten Utensilien einschließlich des Hinweises, dass qualitativ hochwertige Produkte erwünscht seien. „Ich habe alle Schreibwaren im Internet bei einem Bestellservice eingegeben. Am nächsten Tag waren sie geliefert.“ Für die berufstätige Mutter musste es möglichst unkompliziert gehen. Pauli-Lommer arbeitet als Altenpflegerin.

Was ihr Sohn selbst ausgesucht, beziehungsweise im Kindergarten gebastelt hat, sind Schulranzen und Schultüte. Für den Ranzen sind die Paulis in ein Fachgeschäft vor Ort gegangen. „Eine gute Beratung und das Anprobieren waren uns wichtig. Es hat sich gelohnt“, sagen sie. Der Schulrucksack im schicken 3D-Roboter-Design ist Gabriels ganzer Stolz. Er soll auf jeden Fall bis zur vierten Klasse halten. Schließlich haben die Eltern für das gute Stück, obwohl es sich um ein reduziertes Vorjahresmodell handelt, 189 Euro bezahlt.

Womit wir bei den Kosten für das Unterfangen Schulstart wären. Birgit Pauli-Lommer hat alle Ausgaben notiert. Für das Schulmaterial plus den Inhalt der Schultüte (Kleinigkeiten wie eine Lego Nexo-Knights-CD und ein MiniLÜK-Spiel) fielen 410 Euro an. Rechnet man den geplanten Restaurantbesuch am Dienstag nach der Einschulung mit dem engsten Freundeskreis noch dazu, kommt die Familie auf rund 660 Euro. „Das ist für Normalverdiener schon ein Batzen“, finden die Paulis.

Nichtsdestotrotz freuen sie sich natürlich, dass ihr aufgeweckter Sohn endlich ein ABC-Schütze wird. Der freut sich am meisten „auf den Sahnepudding in der Mittagsbetreuung“, sagt Gabriel. Den durfte er bei einem Informationsabend bereits probieren.

(Tanja Lühr)

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