Bundestag beschließt Pkw-Maut

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Wunschobjekt: Einen Soccer-Five-Platz (hier die Indoor-Anlage im Münchner Olympiapark) wünschen sich die Jugendlichen in Wolfratshausen. Die Stadt will einen solchen Kleinfeld-Fußballplatz mit Bande nun auf der Waldramer Sportanlage realisieren.

Bandenfußball für die Jugend

Soccer-Five-Platz soll nach Waldram

Wolfratshausen – Es ist der erklärte Wunsch von Wolfratshauser Jugendlichen: ein Soccer-Five-Platz in der Loisachstadt. Im kommenden Jahr möchte die Stadt ein solches Fußballfeld auf der Freisportanlage in Waldram anlegen. Die Mehrheit der Heranwachsenden hatte sich allerdings einen anderen Standort gewünscht.

Eine Umfrage, die die Jugendreferentin des Stadtrates, Kathrin Gschwendtner, an den Schulen in Wolfratshausen initiierte, zeigt deutlich: Die jungen Wolfratshauser wünschen sich einen Soccer-Five-Platz. Das Ergebnis stellte Gschwendtner in der Sitzung des Kulturausschusses vor. 800 Fragebögen hatte die BVW-Rätin ausgegeben, fast 80 Prozent der Bögen kamen zurück. Darin gaben 366 Jugendliche an, ein solches Feld nutzen zu wollen. Im Fragebogen wurden drei Varianten angeboten. Die Mehrheit sprach sich für einen Platz in einem Gitterzaun, zurückversetzten Toren, hohen seitlichen Banden und einem Bodenbelag aus Kunststoff aus.

Außerdem hatte die Stadt die Jugendlichen nach dem Standort gefragt, den sie sich für den Platz wünschen. Knapp 60 Prozent der Befragten wollten am liebsten auf der Wiese neben der Skateranlage in Waldram kicken. Der Rest bevorzugte die Freiluftsportanlage in Waldram.

Der Ausschuss entschied sich letztlich trotzdem für den Sportplatz. Schon im Vorfeld der Umfrage hatte der Chef des DJK Waldram, Werner Henschelchen, in einem Schreiben erklärt, dass der Kunststoffplatz auf dem Freisportgelände dringend saniert werden müsse. Die Kosten dafür könne sich die Kommune sparen, wenn sie dort den Soccer-Five-Platz errichtet.

Für den Standort sprechen weitere Gründe. Peter Plößl erklärte, dass die Nähe zu den anderen Sportstätten und die Betreuung durch die DJK sinnvoll sind. „Dann sieht der Platz nach zwei Jahren noch gut aus.“ Außerdem befürchtete er, dass neben der Skateranlage „das Recht der Stärkeren“ gelten könne. Da jedoch alle Kinder auf dem neuen Platz spielen sollen, sei die Waldramer Sportanlage die bessere Variante.

Grünen-Politikerin Annette Heinloth fand es „ein bisschen schwierig“, dass man die Jugendlichen zwar befrage, sich dann aber für einen anderen Standort entscheide. „Aber die Abstimmung war relativ knapp“, das Votum für die Sportanlage sei also vertretbar. Jugendreferentin Gschwendtner kündigte an, die Stadtratsentscheidung in den Schulen erklären zu wollen. SPD-Fraktionschef Fritz Meixner ermahnte die Räte zu einer schnellen Umsetzung. „Wir haben die Jugendlichen jetzt zweimal befragt“, so Meixner, „jetzt sollten wir das Projekt realisieren.“

Das Gremium sprach sich einstimmig für den Bau des Platzes, den Standort an der Freisportanlage und die Mischform aus Fußballkäfig und Soccer-Five-Platz aus. Zudem, ergänzte Alfred Fraas (CSU), solle beim Bau darauf geachtet werden, dass der Platz in „wettbewerbsfähiger Größe“ angelegt wird. Ob die von den Jugendlichen bevorzugte Größe von 25 mal 15 Metern wettkampftauglich sei, will man nun überprüfen.

dst

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