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Sofortmaßnahme: Dieses Auffangbecken auf dem Bergwald wurde am Donnerstag erweitert. Es fängt das Wasser dort auf, wo der Wall entlang des Golfplatzes endet.

Wegen des Dauerregens

Sofortmaßnahmen am Wolfratshauser Berg

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Wolfratshausen - Angesichts des heftigen Regens stellt sich die Frage: Hält der Wolfratshauser Berg? Die Antwort: Er hält, zumindest vorerst. Damit das so bleibt, werden dieser Tage zahlreiche Sicherungen eingebaut. 

Am Donnerstag gegen 11 Uhr, als die Regengüsse stärker wurden, machten sich Klaus Heiliglechner und Mathias Schmidberger auf in den Bergwald. Der Wolfratshauser Bürgermeister und sein Bauhofchef wollten sich ein Bild von der Lage machen. Das Fazit wenige Stunden später: „Es funktioniert. Die Sicherungsmaßnahmen greifen. Wir haben die Situation im Griff.“ Wir erklären, wie man das Wasser daran hindern will, sich mitsamt Geröll seinen Weg in Richtung Frauenkapelle und Birnmühlplatz zu bahnen.

Auffangbecken 1

Bereits am Sonntag haben die Einsatzkräfte dieses Becken ausgehoben. Es fängt das Wasser dort ab, wo der Wall am östlichen Rand des Golfplatzes endet: kurz vor dem Zaun, der das Gelände des Hochbehälters einfriedet. Bislang floss das Wasser am Ende des Walls nach Osten den Hang hinunter, riss Steine und Geröll mit sich und bahnte sich seinen Weg in Richtung Frauenkapelle und Birnmühlplatz. Jetzt sammelt es sich in dem kleinen Becken. Bislang sorgte eine Pumpe dafür, dass es in den Rauschergraben läuft. „Die reicht bislang auch aus“, sagte Heilinglechner. Zur Sicherheit wurde am Donnerstag jedoch noch eine zweite installiert. Die funktioniert zwar noch nicht reibungslos, soll aber noch zum Laufen gebracht werden. Gewaltige Mengen Wasser pumpen Feuerwehr und Stadtwerke so ab. Anstelle dieses provisorischen Beckens soll an dieser Stelle ein 200 Kubikmeter fassendes Auffangbecken entstehen. Die noch ausstehende wasserrechtliche Genehmigung soll kommende Woche erteilt werden.

Kaskaden

Das Wasser, das dann noch in diesem Bereich in den Hang fließt, sollen so genannte Kaskaden in seiner Fließgeschwindigkeit bremsen. Diese Terrassen werden künstlich angelegt, eine Fachfirma wird die Arbeiten ausführen, im Idealfall beginnen sie damit am heutigen Freitag. „Den Kies dafür haben wir schon oben“, berichtete Heilinglechner. Wegen der aktuell schwierigen Verhältnisse dort oben sei es bislang nicht möglich gewesen, mit den Arbeiten zu beginnen.

Rinne

Das derart gebremste Wasser wird gezielt den Weg hinab geleitet, der von der Bergwaldbühne am alten Wasserreservoir entlang zur Frauenkapelle führt. Bauhofmitarbeiter haben an der Hangseite bereits provisorisch eine Rinne angelegt, die eine Fachfirma in den nächsten Tagen professionell anlegen soll. Dann wird das Wasser um die Kapelle herum in einen Sickerschacht geleitet, um auch das kleine Kirchlein künftig besser zu schützen. 

Auffangbecken 2

Probleme gibt es auch am Kathi-Kobus-Steig. „Der ist ziemlich stark ausgespült“, sagte Heilinglechner nach der Besichtigung. Kein Wunder: Um die 90 Grad beträgt hier das Gefälle – wenn sich das Wetter beruhigt hat, werde man da einiges an Arbeit investieren müssen. Damit auch hier das Wasser künftig nicht mehr so große Schäden anrichtet, habe man ein altes Vorhaltebecken reaktiviert und einen Ablauf angelegt.

Zwischenfazit

Stand Donnerstagabend zeigte sich Heilinglechner zufrieden. Für weitere Maßnahmen sieht er im Moment keine Notwendigkeit – auch wenn das zwei Stadträte anders sehen. Dr. Hans Schmidt (Grüne) und Alfred Fraas (CSU) werfen dem Rathauschef vor, zu langsam und zu bürokratisch zu agieren. „Dieser Vorwurf macht mich sprachlos“, so der Bürgermeister. Auch wenn sich die Situation entspannt hat – beruhigt hat sich die Lage noch nicht. Heilinglechner: „Das nächste Problem wird das Hochwasser. Ich befürchte, dass in Weidach die ersten Keller volllaufen.“

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