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Soll und darf man Müllmännern, Postboten und Zeitungszustellern etwas zu Weihnachten schenken?

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Müllabfuhr
Soll man dem Müllmann eine Kleinigkeit zu Weihnachten schenken? © dpa / Andreas Gebert/Symbolbild

Sie sorgen dafür, dass wir täglich unser Zeitung und Post im Briefkasten haben und unser Müll abtransportiert wird.  Sollen wir Postboten und Co.  daher auch eine Kleinigkeit zu Weihnachten schenken?

Bad Tölz-Wolfratshausen – Weihnachten rückt näher, spätestens an Heiligabend werden Nachzügler noch Geschenke für ihre Liebsten besorgen. Was aber ist mit den Menschen, die dafür sorgen, dass die Post im Briefkasten liegt und der Müll abtransportiert wird? Soll und darf man ihnen zum Dank eine Kleinigkeit schenken?

„Seit vielen Jahren ist es Tradition, dass die Postzusteller im Weihnachtsverkehr von zufriedenen Kunden ein kleines Trinkgeld erhalten“, erklärt Dieter Nawrath von der Deutschen Post. Zwar ist es den Postlern grundsätzlich nicht erlaubt, Belohnungen oder Geschenke anzunehmen, „aber Ausnahmen sind Sachgeschenke bis zu einem Wert von 25 Euro“.

Auch Zeitungsausträger freuen sich über eine Aufmerksamkeit. „Das ist für die Leute ein schönes Zubrot“, weiß Helga Patzelt aus der Geschäftsstelle des Isar-Loisachboten/Geretsrieder Merkur. „Die Zusteller stehen teilweise jeden Tag um drei Uhr auf, damit wir zum Frühstück unsere Zeitung haben.“ Wer sich erkenntlich zeigen möchte, soll das „Dankeschön“ am besten in der Geschäftsstelle an der Pfaffenrieder Straße 9 abgeben.

Wer will, darf auch der Müllabfuhr das Weihnachtsfest versüßen: „Kleinigkeiten kann man den Müllmännern an die Tonne hängen“, schlägt Andreas Janka vor. Früher sei das Beschenken gerade für ältere Leuten so etwas wie „eine goldene Regel“ gewesen, sagt der Chef des Geretsrieder Unternehmens Ehgartner. Mittlerweile habe dies etwas abgenommen.

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Im Geretsrieder Rathaus „hat die Stadtverwaltung bei diesem Thema eine spezielle Richtlinie“, sagt Geschäftsleiterin Ute Raach. Grundsätzlich ist es den Mitarbeitern verboten, Präsente in Empfang zu nehmen. „Einmalige geringwertige Aufmerksamkeiten wie Pralinen oder Kalender bis maximal 25 Euro werden in der Regel angenommen.“ Alle Geschenke werden im Vorzimmer des Bürgermeisters gesammelt. Kurz vor Weihnachten werden sie unter den Mitarbeitern verlost.  

kof

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