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Bitte zurückbleiben: Die Feuerwehr Wolfratshausen demonstrierte bei ihrem Aktionstag anschaulich, was passiert, wenn man brennendes Fett mit Wasser zu löschen versuch t. 

Wirkungsvolle Werbung

Spannend für Groß und Klein: Aktionstag der Wolfratshauser Feuerwehr

Jede Menge zu sehen gab es am Sonntag beim Tag der offenen Tür der Freiwilligen Feuerwehr Wolfratshausen. Der Tag ist für die Wehr wichtig, um neue Mitglieder zu gewinnen.

Wolfratshausen – Die Einsatzkräfte veranschaulichten nicht nur die verheerenden Wirkungen einer Fettexplosion, sondern gaben auch praktische Einblicke in ihre Arbeit. Info-Stände der Bergwacht, des ADAC und der Polizei rundeten das abwechslungsreiche Programm ab.

„Nachwuchssorgen kennen wir nicht“

„Das ist der Tag, der für unsere Personalgewinnung am wichtigsten ist“, erklärte der Feuerwehrvereinsvorsitzende Florian Seitner. Jahr für Jahr melden sich nach den beeindruckenden Vorführungen Mädchen und Jungs, die sich den Floriansjüngern anschließen wollen. „Nachwuchssorgen kennen wir zum Glück nicht“, sagte Seitner auf Nachfrage unserer Zeitung. 

Derzeit besteht die Jugendgruppe aus 19 Mitgliedern – Tendenz steigend. „Da geht uns fast das Gwand aus“, scherzte Seitner. Auch Kommandant Andreas Spohn freut sich über diese positive Entwicklung, zumal die Ausbildung relativ zeitaufwändig sei. „Da die unter 16-jährigen noch nicht an Einsätzen teilnehmen dürfen, ist es schon eine Herausforderung, sie so lange bei der Stange zu halten“, räumte Spohn ein.

Fett wird nicht mit Wasser gelöscht

Besucher des Aktionstages konnten sich unter anderem eine Feuerwehrausrüstung anziehen und mit einer Wärmebildkamera in einen verrauchten Raum wagen. Albert Metsch moderierte eine absichtlich herbeigeführte Fettexplosion „Das ist einer der häufigsten Unfälle in der Küche“, erklärte er. Kaum vorstellbar: Wer den Fehler macht, das brennende Fett mit einem Liter Wasser zu löschen, produziert 1700 Liter Dampf. 

Am Sonntag reichte schon die geringe Menge von 150 Millilitern Wasser aus, um einen über zwei Meter hohen Feuerschwall hervorzurufen. Danach zeigten die Feuerwehrleute die Funktionsweise eines 900 Liter fassenden Löschbehälters. Dieser kam bei der mit Helikoptern erfolgten Bekämpfung des Waldbrands am Jochberg im Januar zum Einsatz. Der eine oder andere junge Besucher kraxelte danach an der Kletterwand der Bergwacht hoch oder setzte sich in eines der Rettungsboote, die über die Loisach flitzten. Keine Frage: Die Werbeoffensive der Feuerwehr hinterließ erneut mächtig Eindruck.  

Peter Herrmann

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