Mehrere Störungen bei der S-Bahn: Erhebliche Verzögerungen auf der Stammstrecke

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Griffen symbolisch zum Spaten: (v. li.) Bürgermeister Klaus Heilinglechner, StäWo-Geschäftsführer Lothar Ortolf, Wolfgang Sappl (Tiefbau), Matthias Raab (Bereichsleiter von Krämmel) und Generalplaner Norbert Blankenhagen (bci).

Nach jahrelangen Diskussionen

Spatenstich auf der Coop-Wiese

Wolfratshausen - Was lange währt, wird endlich gut: Die Städtische Wohnungsbau- und Verwaltungsgesellschaft (Stäwo) errichtet auf der Coop-Wiese zwei mietgünstige Mehrfamilienhäuser. 

Waldram – Langjährige Diskussionen gingen der Bebauung des Grundstücks an der Schlesierstraße – auch bekannt als Coop-Wiese – voraus. Als der Stadtrat endlich zugestimmt hatte, galt es für die Städtische Wohnungsbau- und Verwaltungsgesellschaft (StäWo), sich mit der Baubehörde im Landratsamt und der Regierung von Oberbayern hinsichtlich einer einkommensorientierten Förderung (EOF) abzustimmen. Am Mittwoch wurde es ernst: Bürgermeister Klaus Heilinglechner, StäWo-Geschäftsführer Lothar Ortolf sowie weitere Projektbeteiligte setzten den symbolischen ersten Spatenstich.

„Wir haben darauf geachtet, dass alle 52 Wohnungen barrierefrei und somit auch für ältere Mitbürger gut nutzbar sind“, erklärte Ortolf. Nicht nur das: Die StäWo, deren Bestand sich mit dem Neubau von 306 auf 358 Wohnungen erhöht, richtet ihr Hauptaugenmerk nach wie vor auf erschwingliche Mietpreise. So sollen auch bei dem fünfgeschossigen Komplex an der Schlesierstraße 1 und 3, das eine Gesamtwohnfläche von rund 3500 Quadratmeter bietet, wieder Haushalte mit niedrigeren und mittleren Einkommen angesprochen werden. Möglich ist dies, weil die Regierung von Oberbayern die Finanzierung über ein belegungsabhängiges Darlehen fördert. „Daran geknüpft sind einkommensorientierte Mietzinsen zwischen 5,50 und 7,50 Euro pro Quadratmeter, da die Neubaumiete durch eine Förderung vom Landratsamt bezuschusst wird“, erklärte Ortolf. In den Genuss dieser geförderten Wohnungen kommen Mieter mit einem Wohnberechtigungsschein der Einkommensgruppen I, II oder III, der vom Landratsamt ausgestellt wird. Demnach hätte sogar eine fünfköpfige Familie, die über ein Jahreseinkommen von 74 400 Euro brutto verfügt, Anspruch auf eine Wohnung.

Läuft alles nach Plan, werden die zwei Mehrfamilienhäuser im Spätherbst 2019 bezugsfertig sein. „Zudem schaffen wir weitere ober- und unterirdische Stellplätze, die neben unseren neuen Mietern auch von der Nachbarschaft genutzt werden können“, so Ortolf. Bürgermeister Heilinglechner zeigte sich nach dem Spatenstich erleichtert, dass die Bauarbeiten nun voranschreiten: „Aufgrund der Wohnungsnot ist das die einzig richtige Entscheidung.“ Peter Herrmann

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