SPD-Stadtgespräch

Parkgebühren in Wolfratshausen kommen auf den Prüfstand

Das Thema Parkplätze ist heikel in Wolfratshausen. Das jüngste SPD-Stadtgespräch drehte sich wieder einmal um das Problem - inklusive Lösungsansätzen.

Wolfratshausen – Beim jüngsten SPD-Stadtgespräch wurde einmal mehr über die Parkplatz-Situation in der Loisachstadt diskutiert. Anlass der Debatte war der Beschluss des Bauausschusses, nun doch einen zweistöckigen Ausbau der Pkw-Stellflächen am Paradiesweg (AWO-Zentrum) prüfen zu lassen. Im Mai hatten die Stadträte beschlossen, nur ebenerdig mehr Parkraum zu schaffen.

Die Rolle rückwärts mit dem Ziel, eine zweite Parkebene zu bauen, gefiel nicht jedem Gast der SPD-Veranstaltung: „Dann können wir den Paradiesweg umbenennen, von einem Paradies hat die Stelle dann nämlich nichts mehr“, frotzelte der Wolfratshauser Heinz Wensauer. Rainer Holthaus, Ex-Stadtrat und Vorstandsmitglied der SPD, wunderte sich über den Standort: „Hinter der Sparkasse wäre eine Erweiterung sinnvoller.“ Fritz Meixner, Sprecher der SPD-Fraktion im Stadtrat, erklärte, dass man den Standort hinter der Sparkasse erst dann auf den Prüfstand stellen könne, wenn die Ergebnisse der Schulentwicklungsplanung auf dem Tisch liegen.

Parkgebühren der Stadt irritieren viele Bürger

Für Irritationen sorgen bei vielen Bürgern die Parkgebühren, die die Stadt erhebt: Derzeit ist zum Beispiel das Parken am Paradiesweg kostenlos. Wie berichtet hat die Stadt einen Investor gefunden, der auf dem Hatzplatz ein Parkdeck bauen und betreiben will – dort zahlt man also mutmaßlich auch künftig Gebühren. „Man will also, dass ein Unternehmer Parkplätze baut, während die Kommune nebenan kostenlose Flächen anbietet?“, fragte Wensauer provokant in die Runde.

Laut SPD-Fraktionschef Meixner ist die derzeitige Regelung „nicht in Stein gemeißelt“. Es sei erklärtes Ziel des Stadtrats, nach der Schaffung von zusätzlichem Parkraum in einem zweiten Schritt über die Gebühren zu reden. Meixner: „Ich stelle mir ein Konzept vor, das aufeinander aufbaut und aneinander angepasst ist.“ 

Dominik Stallein

Rubriklistenbild: © dpa

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