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Sperrmüll kann im Landkreis bei der WGV in Quarzbichl sowie in Greiling (Foto) abgegeben werden. 

WGV klärt auf 

Sperrmüll: Die neuen Regeln stiften Verwirrung

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Bei der WGV klingelt das Telefon häufig, seit die Entsorgung von Sperrmüll neu geregelt wurde. Hier räumt die WGV mit drei Irrtümern auf.

Bad Tölz-Wolfratshausen– Die Neuregelung in puncto Sperrmüll hat den Abfallberatern der WGV Recycling GmbH einige Nachfrage beschert. Viele davon beruhen laut WGV auf „drei Irrtümern“:

-Viele Bürger glauben, dass sie sozusagen als Eintrittskarte eine Anlieferberechtigung benötigen, um in Quarzbichl (Gemeinde Eurasburg) oder Greiling hereingelassen zu werden. Das ist nicht richtig: Eine Anlieferberechtigung braucht man nur, wenn man Sperrmüll kostenfrei anliefern möchte. Andere Abfälle werden ohne Berechtigungsnachweis angenommen – jedoch nur von Bürgern aus dem Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen.

-Es kursiert das Gerücht, dass man nach Quarzbichl oder Greiling „gar nichts mehr bringen kann“, berichtet eine WGV-Sprecherin. Doch bei der Entsorgung von Wertstoffen, Elektrogeräten, Gartenabfällen und kostenpflichtigen Abfällen hat sich nach ihren Angaben nichts geändert. Papier, Kartons, Metall, Verpackungen, Tonerkartuschen und so weiter können formlos und kostenfrei abgegeben werden. Dasselbe gilt unter anderem für haushaltsübliche Elektrogeräte vom Rasierapparat bis zum Kühlschrank. Kostenpflichtig ist dagegen die Abgabe von Gartenabfällen (ab einer bestimmten Menge) und Renovierungsabfällen wie Fußböden aller Art, Zimmertüren, Säcken voller Tapetenreste, Abwasserrohre, Kabelschächte, Kleinmengen, Bauschutt sowie zerschlissene Kleidung und Schuhe. „Für Sperrmüll, der weder hauptsächlich aus Metall besteht noch ein Elektrogerät ist, benötigt man eine Anlieferberechtigung, damit die Anlieferung kostenfrei ist“, so die WGV in einer Pressemitteilung. Das gilt zum Beispiel für Holzmöbel und sogenannte gemischte Materialien wie Matratzen, Sofas, Koffer und Waschkörbe. Die kostenfreie Annahme dieser Gegenstände muss einige Tage vorher beantragt werden – wer schon mit seinen Abfällen in Quarzbichl oder Greiling steht, muss unverrichteter Dinge wieder nach Hause fahren. Der Grund für diese Regelung ist, dass kostenfrei angelieferter Sperrmüll über die Restabfallgebühren von allen Landkreisbürgern bezahlt werden. Die Fairness gebiete es, die Anlieferungen strenger als bisher zu kontrollieren.

-Der dritte „Irrtum“: Viele Bürger sind der Meinung, dass ihnen mit der Anlieferberechtigung

ein Termin zugewiesen wird – das ist laut WGV nicht der Fall. Die Berechtigung gilt zwar nur für die angeführten Abfälle, „ist jedoch nicht an einen bestimmten Anliefertag gebunden“. cce

Infos im Internet: www.wgv-quarzbichl.de

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