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Geretsrieds Sportreferent Wolfgang Werner und das Wolfratshauser Pendant Maximilian Schwarz wollen die Zusammenarbeit der beiden Städte in Zukunft stärken. Pläne dafür gibt es einige.

Von Blade Night bis Städte-Olympiade

Sport ohne Grenzen: Wolfratshausen und Geretsried arbeiten zusammen

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Geretsrieds Sportreferent Wolfgang Werner und das Wolfratshauser Pendant Maximilian Schwarz wollen die Zusammenarbeit der beiden Städte in Zukunft stärken. Pläne dafür gibt es einige.

Geretsried/Wolfratshausen – Seit er Sportreferent der Stadt ist, lädt Wolfgang Werner regelmäßig Vertreter der Geretsrieder Sportvereine ein und fragt, wo sie der Turnschuh drückt. In die jüngste Versammlung im Juli hatte sich auch ein Mann gemogelt, der auf den ersten Blick dort gar nichts zu suchen hatte: Maximilian Schwarz, Werners Wolfratshauser Pendant. Das war kein Zufall – und kein Alleingang. Denn die beiden Sportreferenten haben eines im Auge: die Intensivierung der interkommunalen Zusammenarbeit im Sport.

Mehr interkommunale Zusammenarbeit als Wahlkampfthema

Wolfgang Werner ist Geretsrieds Sportreferent.

Auf Vereinsebene besteht die längst. Sowohl die Hand- als auch die Volleyballer aus Wolfratshausen und Geretsried kämpfen seit Jahren in Spielgemeinschaften um Tore und Punkte. „In der Tat sind wir da schon weiter als in anderen Themenfeldern“, sagt Werner, „politisch krankt es da schon häufiger.“ Trotzdem könnten die beiden Städte, die gerade ein paar Kilometer B 11 trennen, noch mehr gemeinsam machen. Deshalb haben sich Ex-Eishockeytorwart Werner und Noch-Fußballer Schwarz relativ bald getroffen, nachdem der Waldramer im November 2016 für den auf eigenen Wunsch ausgeschiedenen Benedikt Brustmann als Stadtrat und Sportreferent nachgerückt war. Und Werner fand auch rasch einen Draht zum Kollegen – anders als zu dessen Vorgänger: „Mit Herrn Brustmann ergab sich nie ein Gespräch. Scheinbar fehlte da das Interesse.“ Schwarz dagegen war unter anderem mit der Absicht in den Wahlkampf gezogen, sich in Sachen „interkommunale Zusammenarbeit für meine Heimatstadt zu engagieren“.

Noch sind die beiden nicht über ein Brainstorming hinausgekommen. Ideen wie eine Blade Night oder eine Städte-Olympiade spuken in ihren Köpfen herum. „Konkret ist aber nichts“, räumt Wolfgang Werner ein. Das liege an drei Faktoren: Erstens müsse und wolle man dazu die Vereine ins Boot holen, „denn anders kann das nicht funktionieren“. Zweitens, so der SPD-Stadtrat, „muss man Max noch ein wenig Zeit geben. Er ist nicht mal ein Jahr Sportreferent und muss sich auch einarbeiten.“ Und drittens mache man das, was beide in Sachen Mittelzentrum-Sport vorhaben, „nicht so nebenbei. Wir haben ja auch andere Aufgaben in unseren Städten zu erledigen.“

Kommt die gemeinsame Sportlerehrung? 

Maximilian Schwarz

Eine gemeinsame Sportlerehrung beider Städte können sich die Sportreferenten durchaus vorstellen. Doch es regte sich Widerstand in Wolfratshausen, als die Pläne öffentlich wurden. „Wir haben aktuell eine top Veranstaltung“, sagt Schwarz über die Sportler-Gala, auch von den Vereinen sei derzeit nicht gewünscht, dass sich daran etwas ändert. „Also ist es besser, dass wir es zwei, drei Jahre erst einmal so lassen.“ Wie der Wolfratshauser das sagt, klingt es so, als wolle er das Thema aber wieder zur Sprache bringen.

Greifbares hat sich aus dem guten Miteinander von Werner und Schwarz also noch nicht ergeben. Wolfratshausens Sportreferent kündigt dies aber für 2018 an. Ihm ist klar: „Reden kann man viel. Wir müssen schon auch bald Taten sprechen lassen.“

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