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Die Städte Wolfratshausen und Geretsried machen bei einer großen Radlaktion mit.

Infos zur großen Aktion

Gemeinsames Stadtradln: Mittelzentrum strampelt sich ab

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Geretsried/Wolfratshausen – Das Mittelzentrum strampelt sich ab. Erstmals veranstalten Geretsried und Wolfratshausen im Juli dieses Jahres ein gemeinsames Stadtradeln. So funktioniert's.

Das Mittelzentrum strampelt sich ab. Erstmals veranstalten Geretsried und Wolfratshausen im Juli dieses Jahres ein gemeinsames Stadtradeln. Alle Bürger sind aufgerufen, an 21 aufeinander folgenden Tagen möglichst viele Kilometer mit dem Rad zurückzulegen. Es gibt auch Preise zu gewinnen. Das Stadtradeln ist eine Kampagne des Klimabündnisses, erklärte im Geretsrieder Umweltausschuss am Dienstag Energiemanager Stefan Mensch.

2015 beteiligten sich 341 Kommunen am Wettbewerb

Im vergangenen Jahr beteiligten sich 341 Kommunen an dem Wettbewerb, darunter die Städte Weilheim und Penzberg sowie die Landkreise Starnberg und München. 131 000 Aktive radelten in 21 Tagen insgesamt 24 801 Kilometer. Um eine größere Bekanntheit zu erreichen und mehr Bürger zum Radeln zu animieren, haben sich die beiden Nachbarstädte entschlossen, die Aktion gemeinsam durchzuführen. „Unsere Kollegen in Wolfratshausen sind schon ganz heiß drauf“, sagte Mensch in der Sitzung.

Wer kann mitmachen?

Mitmachen bei der Aktion kann jeder, auch Auswärtige, die in einer der beiden Städte arbeiten oder zur Schule gehen. Die Teilnehmer schließen sich zu einem Team (ab zwei Personen) zusammen, lassen sich in einem Online-Radkalender registrieren und notieren an 21 aufeinander folgenden Tagen jeden geradelten Kilometer. Dazu gibt es eine App, mit der man auch die Spritersparnis ausrechnen kann. Alternativ ist auch eine Erfassung auf Papier möglich. Eine Kontrolle findet nicht statt. „Wir glauben an das Gute im Menschen“, sagte der Energiemanager. Die Aktion solle vor allem eine Motivation sein, mehr mit dem Rad zu fahren.

Die Aktion ist "witzig", aber kostet auch Geld

Umweltreferent Volker Witte (Grüne) fand die Idee „witzig“. Allerdings störte er sich ein wenig an dem Bürokratismus, der dahinter steckt, und an den Kosten. 5000 Euro sind für die Auftakt- und Schlussveranstaltung sowie für Werbung und Preise veranschlagt. Bürgermeister Michael Müller (CSU) erklärte, dass es sich um ein „Event“ handle, dass entsprechend organisiert werden müsse. Außerdem, so ergänzte CSU-Stadträtin Sabine Gus-Mayer, würden sich die Kosten mit 5000 Euro in Grenzen halten. Der Ausschuss beauftragte die Verwaltung einstimmig, das Konzept weiter auszuarbeiten und zeitig in die Werbung für das Stadtradeln einzusteigen.

Wolfratshausen freut sich: "Gemeinsam ist es lustiger"

Dass die Nachbarn aus Geretsried mitmachen, kommt in Wolfratshausen gut an. „Wir hätten es auch alleine organisiert, aber gemeinsam ist es lustiger“, sagt Bauamtasmitarbeiterin Susanne Leonhard. Sie leitet die Projektgruppe Radroutenkonzept und hält die Fäden für alles, was das Radlfahren in der Loisachstadt betrifft, in der Hand. Jetzt könne man sich konkret Gedanken darüber machen, wo die Auftakt- und wo die Abschlussveranstaltung stattfinden soll und welches Rahmenprogramm man anbietet. Man könne Schulen und Firmen anschreiben, ob sie sich beteiligen wollen und Sponsoren suchen.

„Wir müssen vor allem die Trägheit der Masse überwinden und die Leute zum Mitmachen animieren“, ergänzte Leonhard, selbst passionierte Radlerin. Sie wisse aus Gesprächen mit anderen Kommunen, dass die Organisation „beim ersten, vielleicht auch beim zweiten Mal ein bisschen zäh ist, danach läuft es besser“. Es sei erklärtes Ziel, das Stadradeln künftig jährlich anzubieten. Denn alle, mit denen sie gesprochen habe, seien sich in einem Punkt einig: „Das ist ein echter Renner.“

fla/sas

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