Die Stadträtinnen (v. li.) Susanne Thomas, Gerlinde Berchtold, Jennifer Layton, Assunta Tammelleo, Dr. Ulrike Krischke und Annette Heinloth bei einem Spaziergang im Wolfratshauser Bergwald.
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Machen sich stark für Frauen: (v. li.) Susanne Thomas, Gerlinde Berchtold, Jennifer Layton, Assunta Tammelleo, Dr. Ulrike Krischke und Annette Heinloth.

Kathi Kobus soll nicht allein bleiben

Stadträtinnen stellen offiziellen Antrag: Mehr Frauennamen auf der Straßenkarte

  • vonDominik Stallein
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Auf den symbolischen Spaziergang sollen nun Taten folgen: Die sechs Wolfratshauser Stadträtinnen haben im Rathaus einen Antrag eingereicht, um für mehr Frauennamen auf der Straßenkarte zu sorgen.

Wolfratshausen – Am Weltfrauentag im März hatten die sechs Stadträtinnen Susanne Thomas (CSU), Gerlinde Berchtold (SPD), Dr. Ulrike Krischke (Bürgervereinigung) sowie Dritte Bürgermeisterin Annette Heinloth, Jennifer Layton und Assunta Tammelleo (alle drei Grüne) einen Spaziergang im Bergwald unternommen, um darauf aufmerksam zu machen, wie unterrepräsentiert Frauen in politischen Gremien sind. Die sechs Frauen stehen im Stadtrat 19 Männern gegenüber. Noch viel stärker ausgeprägt ist das Ungleichgewicht auf der Wolfratshauser Straßenkarte: Nur eine von über 185 Straßen – den Marienplatz mal ausgenommen – ist nach einer Frau benannt: Der Kathi-Kobus-Steig, den das Sextett für seinen Spaziergang gewählt hatte.

Auf Kathi Kobus, ehemalige Wirtin der Schwabinger Künstlerkneipe „Simplicissimus“, die auch in Wolfratshausen ein Café führte, soll nun mindestens eine weitere Frau folgen. In ihrem Antrag fordern die sechs Stadträtinnen, „dass bei der nächsten Erschließung einer Straße oder eines Platzes, die Benennung nach einer verdienten Bürgerin, vorrangig einer Bürgerin der Stadt Wolfratshausen, erfolgen soll“. Eine detaillierte Begründung möchten die Frauen in der Stadtratssitzung im April liefern.

Bereits vor einigen Tagen war bekannt geworden, dass die neue CSU-Ortsvorsitzende, Ex-Stadträtin Claudia Drexl-Weile, einen ähnlichen Antrag forcieren möchte: Sie bat Fraktionssprecher Peter Plößl in einer E-Mail darum, zu beantragen, dass künftig mindestens jede zweite neu zu benennende Straße im Stadtgebiet den Namen einer weiblichen Persönlichkeit tragen solle.  

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