Heimatmuseum in Wolfratshausen.
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Das Heimatmuseum in Wolfratshausen bekommt im Zuge der Generalsanierung ein neues Konzept und einen neuen Namen.

Neues Konzept, neuer Name

Stadtrat hat entschieden: So heißt das Wolfratshauser Heimatmuseum künftig

  • Carl-Christian Eick
    VonCarl-Christian Eick
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Das Heimatmuseum in Wolfratshausen bekommt ein neues Konzept - und der Stadtrat einigte sich auf einen neuen Namen.

Wolfratshausen – Vielleicht lag’s am Kaiserwetter und/oder an König Fußball: Nur vier Bürger waren am Dienstagabend in der Loisachhalle Zeugen einer historischen Entscheidung. Mit deutlicher Mehrheit stimmte der Stadtrat dafür, dass das Heimatmuseum am Untermarkt 10 nach der Sanierung, sprich bei Wiedereröffnung einen neuen Namen tragen wird: „Museum Wolfratshausen“. Die Namensfindung fiel den Bürgervertretern nicht leicht, Alfred Fraas, Susanne Thomas, Sepp Schwarzenbach (alle CSU) sowie Dr. Patrick Lechner (FDP) lehnten den Vorschlag ab.

Schon in der jüngsten Sitzung des Kulturausschusses war eine kontroverse Debatte entbrannt. Die einen wollten am „Heimatmuseum“ festhalten, Jennifer Layton (Grüne) dagegen hielt den Begriff „Heimat“ für „etwas verstaubt“. Letztlich drückte sich das Fachgremium um einen Beschlussvorschlag an den Stadtrat, ergo fand der Entscheidungsprozess am Dienstagabend seine Fortsetzung. Zuvor, am Montagabend, hatten sich bereits die drei Bürgermeister sowie die Sprecher der Stadtratsfraktionen darüber unterhalten, welcher Name künftig an der Gebäudefassade prangen soll.

Wir sollten die Bürger einbinden, die sind eventuell kreativer als wir 24 hier.“

Dr. Patrick Lechner, Stadtrat der FDP

Rathauschef Klaus Heilinglechner (BVV) plädierte dafür, pragmatisch vorzugehen. Es sei ein Museum, also sollte auch Museum dranstehen. Lechner („das neue Museum wird ein Juwel für Wolfratshausen“) war überzeugt, dass die schlichte Bezeichnung „Museum“ niemanden „vom Sofa locken wird“. Er machte sich dafür stark, die Namensgebung dem Souverän zu überlassen: „Wir sollten die Bürger einbinden, die sind eventuell kreativer als wir 24 hier.“ Fritz Schnaller (SPD) legte Wert darauf, dass sich der Begriff „Heimat“ wiederfindet. Der impliziere das bayerische Lebensgefühl – und genau dies locke Tagestouristen und Urlauber „aus dem Ruhrpott“ in den Freistaat. Heimat? Nein, konterte Layton, „das wendet sich dann doch nur an die, die hier leben“.

Meixner-Vorschlag findet breite Mehrheit

Den Knoten durchschlagen konnte das Gremium dank eines Vorschlags von Fritz Meixner (SPD), den er in Anlehnung an eine Anregung des Museumsplaners Tobias von Wolffersdorff machte: „Museum Wolfratshausen“, eventuell noch mit dem Zusatz „Stadt, Heimat, Zukunft“ versehen. „Ich finde, hinter dem Vorschlag vom Kollegen Meixner kann man sich versammeln“, sagte Dr. Manfred Fleischer (Wolfratshauser Liste), und CSU-Fraktionschef Peter Plößl stellte fest: „Der Vorschlag gefällt mir gut.“

So ist nun in Stein gemeißelt: „Museum Wolfratshausen“. Ob die zwei Hauptworte noch um besagte drei Spezifikationen ergänzt werden, soll zu einem späteren Zeitpunkt entschieden werden. (cce)

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