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Eiszauber in Penzberg: Ein ähnliches Wintervergnügen erwartet die Wolfratshauser an der alten Floßlände. Der Stadtrat befürwortete den Antrag der Bürgervereinigung mit 20:3 Stimmen. Nur die Grünen sagten Nein.

Beschluss des Stadtrates

Ja zum Eiszauber an der Loisach

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Eine gute Idee muss man nicht immer selbst kreieren, man kann sie auch kopieren: Der Vorschlag der Bürgervereinigung Wolfratshausen (BVW), in den Wintermonaten an der alten Floßlände eine künstliche Eisfläche anzulegen, ist im Stadtrat auf Zustimmung gestoßen.

Wolfratshausen– BVW-Stadtrat und Sportreferent Maximilian Schwarz hatte die Idee vor einigen Wochen im Kulturausschuss vorgestellt. An der alten Floßlände soll für Kurvenflitzer und Pirouettendreher jeden Alters eine mobile Eisfläche angelegt werden. Sechs bis acht Wochen soll das etwa 450 Quadratmeter große, 30 Meter lange und 15 Meter breite Areal zu nutzen sein. Der Kulturausschuss zeigte sich angetan und empfahl dem Stadtrat einstimmig, das Vorhaben in die Tat umzusetzen. Geschlossen dagegen votierte die dreiköpfige Grünen-Fraktion.

Viele Unternehmen wollen dort werben

Dies soll schon im Winter 2017/2018 geschehen. Laut Bürgermeister Klaus Heilinglechner liegen bereits Zusagen von zahlreichen Unternehmen vor, ihre Werbung an der Eislauffläche zu platzieren. Die Kommune rechnet auf diesem Weg mit rund 20.000 Euro Sponsorengeldern. Diese Zahl „ist belastbar“, betonte der Rathauschef auf Nachfrage.

Der Fraktionschef der BVW, Josef Praller, beurteilte das Vergnügen auf glattem Parkett als „positiv für Wolfratshausen“. „Die Idee findet unsere Zustimmung“, sagte der Fraktionsvorsitzende der SPD, Fritz Meixner. Auch die Fraktion der CSU hob am Dienstagabend geschlossen die Daumen.

Kritik kam von den Grünen

Kritik kam von den Vertretern der Grünen. „Das habe ich nicht anders erwartet“, stellte Bürgermeister Heilinglechner mit einem Lächeln fest. Er wolle „kein Spielverderber sein“, beteuerte Rudi Seibt. Doch eine stromfressende Eisfläche zu schaffen, sei kontraproduktiv zu dem erklärten Ziel des Stadtrats, Energie einsparen zu wollen. Aus demselben Grund verweigerte Dr. Hans Schmidt dem Antrag der BVW seine Zustimmung. Die Eisfläche würde in rund 40 Tagen so viel Strom verbrauchen wie fünf Einfamilienhäuser, hat Schmidt ausgerechnet. Zudem geht er davon aus, dass Anwohner unter „dem Lärm der Eismaschinen leiden müssen“.

Mit den Anwohnern würden noch Gespräche geführt, sagte Heilinglechner. „Bei 18 000 Einwohnern wird’s natürlich immer jemand geben, der dagegen ist“, ergänzte er. Mit Blick auf den Energieverbrauch des Eiszaubers bat der Rathauschef Seibt mit einem Augenzwinkern: Er möge doch beim Stadtradel-Projekt der Kommune noch ein paar zusätzliche Kilometer in die Pedale treten, um die Ökobilanz der Loisachstadt so wieder zu verbessern.

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