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Erneuter Lösungsversuch: Die Verkehrssituation am Wasen bereitet schon lange Kopfzerbrechen.

Verkehrsprobleme zu Stoßzeiten

Staus an Wasen-Kreuzung: Das sind die Lösungs-Ideen

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Wolfratshausen –  Lange Staus, schimpfende Autofahrer, verunsicherte Fußgänger: Die Verkehrssituation am Wasen sorgt seit Jahren für Unmut. Jetzt gibt es Lösungsvorschläge.

Sämtliche Versuche, an der Kreuzung Am Wasen für Entspannung zu sorgen, scheiterten oder brachten nicht den gewünschten Erfolg. Jetzt gibt es wieder einen Versuch: Wie Bürgermeister Klaus Heilinglechner im Stadtrat mitteilte, hat das Staatliche Bauamt in Weilheim einen neuen Plan ausgetüftelt. Zentraler Bestandteil ist eine Videokamera. Auch an anderen Stellen wollen die Weilheimer Verkehrsexperten aktiv werden. Keinen Handlungsbedarf sieht das Bauamt dagegen an der Ecke Königsdorfer Straße/Pfaffenrieder Straße/Schießstättstraße – zum Unmut einiger Kommunalpolitiker.

Am Wasen

Eine Videokamera wird ab dem Sommer den Verkehr erfassen. Mit ihrer Hilfe können bei Bedarf Grünphasen verlängert werden, damit sich Rückstaus besser abbauen. In Verbindung mit kürzeren Umlaufzeiten – einem verkürzten Durchlauf aller Ampelphasen – sollen die Wartezeiten reduziert und auf unterschiedliche Verkehrssituationen schneller und flexibler reagiert werden. Aus Gründen der Verkehrssicherheit wird die Ampel künftig 24 Stunden lang in Betrieb sein. Derzeit läuft sie von 6 bis 20 Uhr. Ebenfalls neu: Akustische Signale sollen dafür sorgen, dass Sehbehinderte die Ampeln besser finden.

Königsdorfer Straße

In der Nähe des Bahnübergangs wird demnächst – zunächst nur provisorisch für ein halbes Jahr – eine Fußgängerampel aufgestellt. Das Staatliche Bauamt will die Auswirkungen einer weiteren Ampel untersuchen und erhofft sich weitere Erkenntnisse darüber, wie viele Fußgänger und Radfahrer an dieser Stelle die Straße überqueren und wie sie sich verhalten. Die Ampel wird im Einvernehmen mit der Polizei aufgestellt. Den 220-Volt-Stromanschluss stellt die Stadt.

Schießstättstraße/ Höhe Alpenstraße

Immer wieder gab es Beschwerden von Fußgängern, dass Autofahrer die Ampel an dieser Stelle übersehen und es zu gefährlichen Situationen kommt. Damit die Ampel besser wahrgenommen wird und die Bürger sicherer über die Straße kommen, wurde das Rotsignal deutlich vergrößert. Außerdem wurde das veraltete Steuerungsgerät durch moderne LED-Signalgeber ersetzt. Die Ampel ist nur auf Anforderung in Betrieb.

Königsdorfer Straße/ Pfaffenrieder Straße/ Schießstättstraße

Hier gibt es zunächst keine Veränderungen. Das Bauamt hatte eine Fachfirma damit beauftragt, die Ampel samt Schaltung zu analysieren und Verbesserungsvorschläge zu erarbeiten. Das Unternehmen ist zu dem Ergebnis gekommen, dass die Technik gut eingesetzt wird. Defizite gebe es zwar, zum Beispiel für Linksabbieger von der B 11 auf die Pfaffenrieder Straße. Wolle man die Situation für diese so genannten Nebenströme verbessern, so schreiben es die Experten im Weilheimer Bauamt, würde das aber eine Verschlechterung für die Hauptverkehrsströme bedeuten. Die Steuerungstechnik sei bis 2015 ausreichend leistungsfähig, deutliche Verbesserungen seien nicht zu erreichen. Diese Aussagen brachten Peter Plößl in Rage. „Das macht mich wütend“, schimpfte der CSU-Stadrat. Man habe auch im Stadtrat immer wieder über Lösungsmöglichkeiten für diese Kreuzung nachgedacht und dürfe sich nicht mit dieser Antwort abspeisen lassen. „Da müssen wir nachhaken“, forderte Plößl.

Roma-Kreuzung

Kein Wort verlor das Bauamt über die Kreuzung Moosbauerweg/Schießstättstraße/Margeritenstraße. „Dabei ist die Grünphase an der Fußgängerampel kriminell niedrig“, sagte Dr. Hans Schmidt (Grüne). Dieser neuralgische Punkt sei auch Thema in der jüngsten Verkehrsschau gewesen. „Und dann wir nichts dazu gesagt. Warum?“ Rathauschef Klaus Heilinglechner vermutete, dass das Bauamt den Verkehr zum Fließen bringen will. „Das geschieht hier leider zum Nachteil der Fußgänger.“

Hatzplatz

„Wir müssen den Hatzplatz sicherer für Fußgänger machen“, forderte Annette Heinloth (Grüne). Es sei unheimlich kompliziert, ihn zu überqueren, vor allem für Kinder und Jugendliche. „Die Polizei wollte die Situation eigentlich beobachten“, entgegnete Bürgermeister Heilinglechner. Er wisse nicht, ob es bereits Lösungsansätze gebe. „Ich werde das abklären.“

B 11/B 11a

Bereits im Sommer 2015 sollten die beiden Spuren am Knotenpunkt in Richtung Geretsried aufgeweitet werden. Diesen Sommer soll es tatsächlich soweit sein. Gebaut wird vorwiegend tagsüber. Lediglich für einzelne Bauphasen wie den Einbau der neuen Deckschicht werden provisorische Verkehrsführungen und vereinzelte Sperrungen nötig. Das soll jedoch nur nachts und außerhalb der verkehrsstarken Zeiten geschehen. Die Fahrzeuge werden dann zumindest teilweise über die Pfaffenrieder Straße umgeleitet. Das Bauamt weist aber darauf hin, dass es wegen Verengungen und Geschwindigkeitsbeschränkungen auch tagsüber Behinderungen geben wird.

fla

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