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Mehr als eine Cover-Band: Die „SteelRokka“ spielten im D’Amato für bedürftige Familien.

Rock 4 Charity in der Musikbar D’Amato

„SteelRokka“ erspielen über 1500 Euro

Ein Heimspiel hatten die „SteelRokka“ am Samstag in der Musikbar D’Amato im Schützenheim. Mit einer Mischung aus Cover-Songs und Eigenkompositionen begeisterten die vier Rocker rund 70 Gäste.

Wolfratshausen – Ein Heimspiel hatten die „SteelRokka“ am Samstagabend in der Musikbar D’Amato im Schützenheim. Mit einer Mischung aus Cover-Songs und Eigenkompositionen begeisterten die vier Rocker um Drummer Andreas „Hasi“ Haslbeck rund 70 Gäste. Bis kurz nach Mitternacht gaben sie alles. Das Beste daran: Der gesamte Erlös aus dem Eintritt plus weitere Spenden gehen an bedürftige Wolfratshauser Familien. Die Caritas wird das Geld verteilen. Laut Wirt Michel Amato kamen über 1500 Euro zusammen.

Shakespears Sister, CCR, Guns’N’Roses und Johnny Cash – von gutem, alten Rock über Metal bis Country reicht das Repertoire der 2011 gegründeten Band mit Haslbeck am Schlagzeug sowie Florian Mehringer (Gesang und Gitarre), Ferry Arpas (Bass) und Florian Kammeter (Gitarre). Mehringers kräftige, raue Stimme klingt manchmal ein bisschen wie bei den Bananafishbones. Die Begleitung ist druckvoll und mitreißend. Alle gecoverten Songs tragen ihren eigenen Stempel. „Wir wollen ja nicht nur kopieren, sondern dem Original auf unsere Weise Tribut zollen“, erklärt Haslbeck.

„Dreckige, gerade Rock-Musik“ wollen die vier Männer machen. Das gelingt ihnen, auch bei den Eigenkompositionen. In „No More“, einem Lied, das Haslbeck während einer persönlichen Krise geschrieben hat, erinnert er sich daran, was mal gut war in einer Beziehung und was er nicht mehr bereit ist zu tun. Man merkt der Band an, dass sie Spaß hat am Musizieren, am Improvisieren und dass sie sich freut, wenn auch ihr Publikum Spaß hat.

Dieses hält es schon bald nicht mehr im hinteren Teil der Musikbar auf den Stühlen. An der Bar und vor der Bühne wird geklatscht, mitgesungen und getanzt. Beim „Woodrock“-Festival in Eurasburg, auf Biker-Festen und bei Auftritten in Münchner Kneipen mögen „SteelRokka“ vielleicht mehr Zuhörer haben, doch im D’Amato genießen die Jungs aus Geretsried, Wolfratshausen und Umgebung die familiäre Stimmung.

Einziger Wermutstropfen an dem Abend: Nicht ein Vertreter der Stadt hatte sich ins Schützenheim verirrt. Dabei sollte es ein Konzert „von Wolfratshausern für Wolfratshauser“ sein, ein Zeichen der Solidarität und des guten Miteinanders von Kultur, Sozialem und Politik. Michel Amato macht aus seiner Enttäuschung keinen Hehl: „Wo sind die Stadträte, wo der Bürgermeister, wenn für die Bürger ihrer Stadt etwas auf die Beine gestellt wird?“

Ines Lobenstein von der Caritas sei entschuldigt gewesen, betont Michel Amato. Er legt aus eigener Tasche den Preis einer Eintrittskarte für jeden Stadtrat drauf – 250 Euro. Nichtsdestotrotz will der Wirt die von „SteelRokka“ begonnene Reihe „Rock 4 Charity“ fortsetzen. Einmal im Jahr sollen eine oder mehrere Gruppen für einen guten Zweck spielen. 

(Tanja Lühr)

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