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Die Autobahn 95 in Richtung München wird ab kommendem Dienstag im Bereich Schäftlarn auf einer Länge von rund sechs Kilometern erneuert.

Das müssen Autofahrer wissen

Straßensanierung: A95 und B11 wochenlang gesperrt

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Bad Tölz-Wolfratshausen – Die schlechte Nachricht: Wegen zwei Großbaustellen werden nach Ostern noch mehr Autos durch Wolfratshausen rollen als bisher. Die gute Nachricht: Die zweite Baustelle kommt erst, wenn die Arbeiten an der ersten vorüber sind.

Arbeiter bringen erste Markierungen an. Die Schilder stehen schon, sind aber noch zugeklebt. Nach den Osterfeiertagen wird es dann richtig ernst. Ab kommendem Dienstag, 29. März, wird die Autobahn 95 in Richtung München im Bereich Schäftlarn auf einer Länge von rund sechs Kilometern erneuert. Erst wird die Verkehrsführung für die Baustelle eingerichtet, ab dem 7. oder 8. April beginnt die erste von zwei Bauphasen. Die Bauarbeiten dauern voraussichtlich bis zum 12. oder 13. Mai.

Wie die zuständige Autobahndirektion Südbayern mitteilt, kann in dieser Zeit die Abfahrt Schäftlarn aus Richtung Garmisch nicht benutzt werden. Der Verkehr wird an der Anschlussstelle Wolfratshausen aus- und über die B 11 nach Schäftlarn geleitet. Ab dem 17. Mai wird die Bundesstraße dann zwischen Schäftlarn und Baierbrunn komplett gesperrt (siehe Kasten rechts). Alle, die befürchten, dass die Baustellen sich zeitlich überschneiden und für einen Verkehrskollaps sorgen könnten, beruhigt Pressesprecher Josef Seebacher. „Natürlich werden solche Großbaustellen aufeinander abgestimmt. Wir haben extra ein paar Tage Puffer eingebaut, damit wir auf der sicheren Seite sind. Sonst würde das nicht funktionieren.“

Die Bauarbeiten sind Seebacher zufolge nötig, „weil die Fahrbahn das Ende ihrer Lebensdauer erreicht hat und bereits viele Risse aufweist“. Für rund 3,5 Millionen Euro werden daher auf einer Fläche von 70 000 Quadratmetern – das entspricht einer Fläche von sieben Fußballfeldern – alte Deck- und Binderschichten ausgefräst und anschließend wieder neu eingebaut. Außerdem wird die Neigung der Fahrbahn angepasst, damit bei Regen das Wasser besser abfließen kann, die Standorte von vier Notrufsäulen werden umgebaut und neue Schutzplanken angebracht. In Fahrtrichtung Süden sind keine Sanierungen geplant. Seebacher: „Diese Seite ist noch nicht fällig.“

Damit die Autos auf der A 95 in dieser Zeit möglichst problemlos fahren können, wird bei einer wechselnden Verkehrsführung gearbeitet. Von dieser ist auch die Fahrbahn Richtung München betroffen. „Wir haben nicht genug Platz, um alle vier Spuren auf eine Seite zu legen. Das heißt: Während des morgendlichen Berufsverkehrs gibt es von Montag bis Freitag von 5 bis 9.30 Uhr zwei Spuren pro Richtung. Von 9.30 bis 5 Uhr und am Wochenende gibt es in Richtung München nur eine Fahrspur. In dieser Zeit ist die Einzelfahrspur, die durch die Baustelle führt, gesperrt. In Richtung Garmisch gibt es immer zwei Spuren.

Voraussichtlich am Wochenende von Freitag, 22. April, 20 Uhr, bis Montag, 25. April, 5 Uhr, wird dann sogar die gesamte Anschlussstelle Schäftlarn gesperrt, dazu die Staatsstraße 2071, die unter der A 95 verläuft. Der Grund: Die Rampenauffahrt wird erneuert, es gibt neue Schutzeinrichtungen sowie eine neue Asphaltdecke. Die Umleitungen werden ausgeschildert. Sollte das Wetter nicht mitspielen, käme für diesen Teil der Arbeiten auch das Wochenende, 29. April bis 2. Mai, in Frage.

Auf den dauerhaft geöffneten Fahrspuren dürfen Autofahrer während der Bauarbeiten maximal mit 80 Stundenkilometern fahren. Auf der Einzelfahrspur im Baufeld gilt aus Sicherheitsgründen und wegen der Baustellenzufahrten Tempo 60.

fla

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