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Kompakt stehen müssen die Fußballer des BCF Wolfratshausen um (v. li.) Florian Scheck, Christian Duswald und Christopher Korkor im heutigen Heimspiel, wollen sie 1860 Rosenheim zumindest einen Zähler abknöpfen.

Fußball

Ein Streichresultat ist genug

Wolfratshausen - Noch können die Bayernliga-Fußballer des BCF aus einer gesicherten Tabellensituation heraus agieren. Im heutigen Heimspiel gegen den TSV 1860 Rosenheim (14 Uhr) wünschen sich die Verantwortlichen allerdings eine Reaktion auf die jüngste 1:5-Pleite beim TSV Bogen.

Ja, es war eine Abfuhr, eine heftige sogar. Gegentore in dieser Fülle sind eher ungewöhnlich für die Fußballer aus der Flößerstadt. Deswegen relativierte Klaus Brand das Szenario vom Ostermontag auch. Die Mannschaft habe beim 0:0 in Sonthofen „viele Körner“ gelassen, war deswegen in Bogen „körperlich ziemlich down“, erläuterte der Sportliche Leiter des Ballclubs. Auch, weil es derzeit keine personellen Alternativen gibt. „Wir können wenig wechseln“, ergänzte der 61-Jährige.

Für das heutige Match ist allerdings Besserung in Sicht. Lech Kasperek hat seine Knöchelprellung insoweit überwunden, dass er wieder in die zentrale Verteidigung der Farcheter rücken kann. Auch Stand-by-Akteur Oskar Kretzinger kann aushelfen. Der Routinier wird für Florian Scheck spielen, der wegen eines länger bekannten Termins nicht mitwirken kann. Das war’s auch schon, denn so schnell wird kein weiterer BCF-Kicker aus dem Krankenstand zurückkehren. Werner Schuhmann beginnt Brand zufolge erst in der kommenden Woche mit dem Lauftraining. Und bei Michael Rauch wird es mit dem Comeback auch noch eine Weile dauern, weil er auf einen operatven Eingriff verzichtet hat. Einzig offene Position war am Freitag noch die des vordersten Angreifers. Gilbert Diep lag die komplette Woche mit Grippe flach. Es dürfte also auf Fabio Ratte oder Luca Faganello hinauslaufen.

Fachkräftemangel – ein Dauerthema an der Kräuterstraße. Gegen die Sechziger aus Rosenheim kann der BCF jeden Mann gebrauchen. Denn es gastiert der Rangvierte in Wolfratshausen. Die Elf von Trainer Klaus Seidel hat sich mit vier Siegen aus fünf Partien flugs ins unmittelbare Verfolgerfeld des Führungsduos katapultiert. Eine „junge, dynamische Mannschaft mit ordentlich Selbstvertrauen“, so ordnet Brand den heutigen Gegner ein. Der hat mit Josip Tomic (15 Tore) und Danijel Majdancevic (10) zwei enorm treffsichere Akteure in seinen Reihen. Doch habe Farchet in Sonthofen gezeigt, dass „wir auch gegen die Vorderen punkten können“.

Der Schlüssel, um den Ausrutscher in Bogen vergessen zu machen, hängt an einem dicken Bund mit der Aufschrift „Taktische Disziplin.“ Denn: „Wenn wir so viele Fehler wie in Bogen machen, wird es schwer“, stellte Brand klar. Freilich werde die Mannschaft momentan physisch stark gefordert, und auch ein Streichresultat sei zwischendurch genehmigt. Jetzt aber möchten Brand und das Farcheter Trainerduo Reiner Leitl und Günter Wernthaler eine „vernüftige Reaktion“ sehen. or

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