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Für eine künstliche Surfwelle in Wolfratshausen setzt sich der Verein „Surfing Wolfratshausen“ seit Jahren ein.

Info-Abend am 30. Januar

Surf-Verein mobilisiert seine Unterstützer: Wer will die Wolfratshauser Welle?

  • Carl-Christian Eick
    vonCarl-Christian Eick
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Nach einer Kostenexplosion steht das Projekt Surfwelle auf Messers Schneide. Nun starten die Initiatoren noch einmal eine Info-Kampagne.

Wolfratshausen Das Projekt polarisiert: Der geplante Bau einer künstlichen Surfwelle in Weidach begeistert die einen, die anderen winken ab. Wie berichtet hadert der Stadtrat vor allem mit den Kosten für das deutschlandweit bis dato einmalige Vorhaben. Laut aktueller Kostenberechnung müssen knapp 674 000 Euro investiert werden. Diplom-Ingenieur Dr. Roland Hoepffner, Leiter Wasserbau beim Münchner Büro Fichtner Water und Transportation, schenkte den Stadträten in ihrer Weihnachtssitzung reinen Wein ein: Es ließe sich derzeit nicht ausschließen, dass die Welle unterm Strich noch teurer wird. Die guten Nachrichten:

172 000 Euro Zuschuss fließen definitiv aus dem EU-Förderprogramm Leader, zusätzliche 110 000 Euro aus demselben Topf hat man der Kommune laut der städtischen Tourismusbeauftragten Gisela Gleißl „in Aussicht gestellt“.

Rund 265 000 Euro mehr als zunächst geschätzt: Die Bürgervertreter sollten die „besinnlichen Tage“ für ihre Entscheidungsfindung nutzen, gab Bürgermeister Klaus Heilinglechner den Stadträten im Dezember mit auf den Weg. Er kündigte an, dass im Februar die endgültige Entscheidung anstehe: Surfwelle „Stop or Go“? Heilinglechner räumte ein, dass ihn die Differenz zwischen Kostenschätzung und -berechnung „extrem erschrocken“ habe. In einem Interview mit unserer Zeitung sagte der Rathauschef wenige Tage vor dem Jahreswechsel: „Ich plädiere nach wie vor für das Projekt.“ Er betonte zugleich: „675 000 Euro sind eine stolze Summe, und die Ingenieure haben vom Stadtrat ein ganz klares Zeichen bekommen, dass nun das Ende der Fahnenstange erreicht sein muss.“ Dem Bürgermeister ist jedoch bewusst: „Natürlich kann niemand Unwägbarkeiten, die während des Baus auftreten, heute schon abschätzen.“

Der Verein „Surfing Wolfratshausen“, der in den vergangenen Monaten rund 60 000 Euro Spendengelder für das Projekt gesammelt hat, möchte der Öffentlichkeit nun noch einmal seine Argumente vortragen – und über das Thema informieren. „Wer die Welle will, hat jetzt die Möglichkeit, seine Unterstützung zu zeigen“, wirbt der Verein auf seiner Facebookseite für die Info-Veranstaltung am Mittwoch, 30. Januar. Los geht’s um 19.30 Uhr im Wirtshaus Flößerei.  cce

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