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„Surfing Wolfratshausen“: Der Verein macht immer wieder durch originelle Werbeaktionen auf sich und das Projekt Surfwelle aufmerksam. 

Surffans treffen sich Samstag im d’Amato 

Surfing Wolfratshausen: „Let’s Party für die perfekte Welle“

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60 000 Euro muss der Verein „Surfing Wolfratshausen“ für eine künstliche Surfwelle auf einem Nebenarm der Loisach aufbringen. Helfen würde dabei einen gut gefülltes Haus bei der „Surf’s-Up-Party“ am kommenden Samstag.

WolfratshausenEine künstliche Surfwelle auf einem Nebenarm der Loisach in Weidach: Diesem Ziel haben sich Stefanie und Marcus Kastner verschrieben. Die Vorgabe des Stadtrates lautet: 60 000 Euro muss der Verein „Surfing Wolfratshausen“ aus eigener Kraft aufbringen. Aus diesem Grund hoffen Kastners und ihre Mitstreiter bei der „Surf’s-Up-Party“ am kommenden Samstag auf ein gut gefülltes Haus.

„Let’s Party für die perfekte Welle“: So lautet das Motto für die Veranstaltung in der Musikbar D’Amato (Schützenhaus) an der Geltinger Straße in Wolfratshausen. Einlass ist ab 19 Uhr, um 20 Uhr wird der preisgekrönte Dokumentarfilm „Keep Surfing“ von Björn Richie Lob gezeigt. Das, was Lob mit der Kamera am Münchner Eisbach eingefangen hat, das möchte Stefanie Kastner auch in der Flößerstadt erlebbar machen. Wie berichtet initiierte sie vor einigen Jahren mit ihrem Ehemann Marcus das Projekt „Surfwelle Wolfratshausen“. Die Kommune stieg nach einem positiven Votum des Stadtrates mit ins Boot, auch der Betreiber des privaten Wasserkraftwerks am potenziellen Hotspot in Weidach hat laut Stefanie Kastner signalisiert, dass er an einer „für alle verträglichen“ Realisierung des Vorhabens mitwirken wird.

Die aktuell größte Herausforderung ist die Finanzierung der Surfwelle, die laut Schätzung rund 320 000 Euro kosten wird. 160 000 Euro erhofft man sich vom sogenannten Leader-Programm der EU. Fließen diese Fördermittel tatsächlich, stellt die Stadt Wolfratshausen weitere 100 000 Euro zur Verfügung. Aber: 60 000 Euro muss der Surfwellen-Verein selbst zusammensammeln.

Verein hat bereits knapp 10 000 Euro Spenden gesammelt

„Wir kratzen derzeit knapp an der 10 000-Euro-Grenze“, berichtet Stefanie Kastner im Gespräch mit unserer Zeitung. Eine kräftige Finanzspritze für die geplante Surfwelle zog unter anderem das Wolfratshauser Unternehmen Brumaba auf (wir berichteten). „Es laufen aktuell auch zahlreiche Gespräche, wir sind guten Mutes“, sagt die Mutter der Wellen-Idee. Stefanie Kastner wünscht sich, „dass das Vorhaben ein Gemeinschaftsprojekt von möglichst vielen Beteiligten und Fans wird“.

Im Juni zeigte sich, wie groß die Zahl der Wellen-Jünger in der Flößerstadt schon ist: Zur „Charity-Party“ im D’Amato strömten weit mehr als 100 Besucher aller Altersgruppen.

Nun steht die Organisation der zweiten Surfer-Party. Zehn Euro kostet der Eintritt, darin eingeschlossen ist ein Getränkegutschein im Wert von drei Euro. „Nach Abzug aller Kosten wird der Erlös für die Surfwelle verwendet“, erklärt Kastner. Für einen Euro pro Stück kann man sich am Samstag zudem Lose kaufen – „wir haben unterm Strich rund 70 sehr attraktive Preise zur Verfügung gestellt bekommen“. Den einen oder anderen Tombolapreis zeigt der Verein „Surfing Wolfratshausen“ auf seiner Facebookseite. Die hat inzwischen mehr als 2100 Freunde.

Stefanie Kastner:„Die Gäste sollen vor allem Spaß haben.“

Natürlich würden sich Kastners freuen, wenn am Samstag die Vereinskasse kräftig klingelt. „Doch die Gäste sollen vor allem Spaß haben – denn wir wollen eine Community, ein Netzwerk aufbauen“, sagt Stefanie Kastner. „Und wir haben am Samstag auch einen super DJ am Start.“ Mit anderen Worten: Let’s Party für die perfekte Welle.

Infos im Internet: www.surfing-wolfratshausen.de

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