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Wellenreiter auf dem Eisbach in München: Die Stadt Wolfratshausen kann für ihr Surfwellen-Projekt mit mehr Geld aus Brüssel rechnen, als bisher bekannt war. Es geht am Montag um fast 335 000 Euro.

Entscheidung fällt Montag in Bad Tölz

Surfwelle: Erhöht die EU ihren Zuschuss auf 335 000 Euro?

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Für die geplante Surfwelle könnte die Stadt Wolfratshausen mehr EU-Fördermittel bekommen als bislang angenommen. Im Raum stehen jetzt 335.000 Euro.

Wolfratshausen/Bad Tölz Die Fans der in Weidach geplanten künstlichen Surfwelle blicken am kommenden Montag gespannt nach Bad Tölz. In der Kreisstadt tagt am späten Nachmittag der Lenkungsausschuss der Leader-Aktionsgruppe (LAG) im Landkreis. Der 16-köpfige Ausschuss entscheidet, ob das Wellen-Projekt mit EU-Mitteln gefördert wird. Dr. Andreas Wüstefeld, LAG-Manager am Landratsamt in Bad Tölz, erwartet ein positives Votum. Nach seinen Worten geht’s am Montag um eine potenziell höhere Fördersumme als bisher bekannt.

Schon im März vergangenen Jahres stand die Surfwelle auf der Tagesordnung der LAG. Bei der Bewertung bekam sie eine Spitzennote: „Maximal 33 Punkte sind möglich, die Surfwelle erhielt 31“, verriet Wüstefeld unserer Zeitung seinerzeit. Die Welle entspreche genau dem Ansatz, den die EU mit ihrem Leader-Förderprogramm verfolge: „Es ist ein Projekt gemäß der lokalen Entwicklungsstrategie. Die Region entscheidet, was sie will, die Bürger gestalten ihre Heimat selbst.“ Positiv beurteilte das Gremium, dass hinter dem Projekt ein Verein steht. „Gut angekommen ist auch die Crowdfunding-Aktion des Vereins ,Surfing Wolfratshausen‘ mit der Raiffeisenbank Isar-Loisachtal.“ Das Ergebnis. Die LAG sagte 172 000 Euro netto als Zuschuss zu.

Inzwischen ist viel passiert. Vor allem liegt seit Dezember eine Kostenberechnung auf dem Tisch: Die Surfwelle wird laut Wasserbau-Ingenieur Dr. Roland Hoepffner knapp 675 000 Euro kosten. Aufgrund der Kostenentwicklung hat der potenzielle Bauherr, die Stadt Wolfratshausen, den alten Förderantrag zurückgezogen – und für die LAG-Sitzung am Montag einen überarbeiteten eingereicht. „Wir bewerten das Vorhaben nun komplett neu“, erläutert Wüstefeld. Aber: „Das eigentliche Projekt hat sich ja seit März vergangenen Jahres nicht verändert.“ Er geht davon aus, dass die Bewertung aus 2018 bestätigt wird – „die Entscheidung trifft natürlich der Ausschuss“, betont der gebürtige Wolfratshauser.

Mittlerweile geht’s um mehr Fördermittel als bis dato bekannt war. Es sind exakt 334 670 Euro, die die Loisachstadt bekommen kann. Bislang war von 282 000 Euro die Rede. Die knapp 335 000 Euro würden im Falle des Falles netto aufs Konto der Kommune überwiesen. Das potenzielle Plus verdankt Wolfratshausen nicht zuletzt der Stadt Geretsried. Die hat ihren Förderantrag für eine ursprünglich geplante Radwegunterführung an der Staatsstraße 2369, Höhe Breslauer Weg, vorerst zurückgezogen.

„Ich werde am Montag vorschlagen, das Surfwellen-Projekt zu unterstützen“, kündigt Wüstefeld an. Auch in seiner Funktion als Fachbereichsleiter des Tölzer Land Tourismus steht er hinter dem Vorhaben: „Die Welle wäre eine Attraktion für Wolfratshausen, für den Nordlandkreis, für den gesamten Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen.“

Sagt der Lenkungsausschuss am Montag Ja, ist das Votum eine Art Gutschein. Die Stadt Wolfratshausen hat dann genau ein halbes Jahr Zeit, den Förderantrag nebst aller Verträge und Planungsunterlagen beim Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Rosenheim einzureichen. Die Behörde hat das letzte Wort – der Leader-Aktionsgruppe hat sie laut Wüstefeld noch nie widersprochen. cce

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