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Daumen hoch: Für die Präsentation des Betreiberkonzepts bekam der Verein „Surfing Wolfratshausen“ im Stadtrat am Dienstagabend fraktionsübergreifend Applaus. Die junge Garde feierte ihren Teilerfolg nach der Sitzung im Gasthof Humplbräu. 

„Was sie versprechen, das halten sie auch“

Surfwelle in Weidach: Verein ist fast am Ziel

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Der Verein „Surfing Wolfratshausen“ hat sein Betriebskonzept für die in Weidach geplante künstliche Surfwelle dem Stadtrat präsentiert. „Jetzt nimmt der Motor Fahrt auf“, lobte  Bürgermeister Klaus Heilinglechner. Und stellte einen Termin für den Baubeginn in Aussicht.

Wolfratshausen Die Entscheidung des Lenkungsausschusses der Leader-Aktionsgruppe im Landkreis verschaffte dem Verein um seine Vorsitzende Stefanie Kastner kräftigen Rückenwind. Wenige Stunden vor der Stadtratssitzung am Dienstagabend war bekannt geworden, dass die Stadt Wolfratshausen mit 172.000 Euro Fördermitteln der Europäischen Union für den Bau der künstlichen Surfwelle rechnen kann (wir berichteten). Die Welle wird unterm Strich rund 320.000 Euro kosten.

Stefanie Kastner und der Dritte Vorsitzende des Vereins, Andreas Kämmerer, hatten sich gut auf die rund halbstündige Präsentation vorbereitet. Kurz, aber präzise skizzierten sie den Projektstand. Nicht ohne Stolz gaben sie bekannt, dass sie bereits knapp 55.000 Euro Spendengelder gesammelt haben – 60.000 Euro müssen es laut Vorgabe des Stadtrates sein. „Bis Herbst 2018 ist das Ziel erreicht“, sagte Kämmerer, der auch Kassier des aktuell zwölfköpfigen Vereins ist. Derzeit nehme man keine Mitglieder auf, berichtete Kastner, „sondern erst, wenn feststeht, dass die Welle gebaut wird“.

CSU-Fraktionschef Günther Eibl hatte einen Blick in die bisher vorgelegten Sachstandsberichte des Vereins geworfen: „Was sie versprechen, das halten sie auch“, lobte er. Eibl kann sich vorstellen, dass die Surfwelle für die Loisachstadt ein Alleinstellungsmerkmal „wie der Märchenwald und die Flößerei wird“. Obwohl der Verein versichert, die Haftung für den Betrieb zu übernehmen, möchte Eibl dennoch zeitnah eine Antwort auf seine Frage: „Welches Restrisiko bleibt für die Stadt?“ Kastner beteuerte, dass die Kommune allein für die Wartung und Instandhaltung der technischen Anlage verantwortlich sei. Für Personen- oder Sachschäden, zu denen es während des Betriebs komme, stehe der Verein gerade. „Wir führen derzeit Gespräche mit Versicherungen“, ergänzte Kämmerer.

„Ich fühle mich nun umfassend und super informiert“, sagte SPD-Fraktionsvorsitzender Fritz Meixner. Der Sprecher der Bürgervereinigung Wolfratshausen (BVW), Josef Praller, lobte die „tolle Präsentation“. Für ihn sei das Projekt „ein Bauvorhaben“, so Praller. „Ich brauche jetzt einen Antrag auf Vorbescheid.“ Dieser Antrag, konkret wird es ein Bauantrag, soll dem städtischen Bauausschuss sehr bald vorgelegt werden, berichtete Bürgermeister Klaus Heilinglechner. Denn: Spätestens am 11. September müssen alle Projektunterlagen – von den Stadträten genehmigt – im Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Rosenheim eingehen. In einer Fachabteilung der Behörde wird das letzte Wort in puncto EU-Fördermittel gesprochen.

Laut Rathauschef haben er und die städtische Tourismusmanagerin Gisela Gleißl hinter den Kulissen bereits viel auf den Weg gebracht. So arbeite ein Fachanwalt an Entwürfen „für Verträge zwischen der Stadt und dem Verein sowie zwischen dem Verein und dem Kraftwerksbetreiber“. Vorausgesetzt, der Bauausschuss stimmt für den Bau der Welle und es kommt auch sonst nichts dazwischen, „ist die Umsetzung für das Frühjahr 2019 geplant“.

cce

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