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Reichlich Diskussionsstoff: Die Initiatoren des Projekts Surfwelle, Stefanie (li.) und Marcus Kastner (re.) standen am Samstag an den Schlederleiten Rede und Antwort. Michael Baindl (Mitte) vom Burschenverein Weidach nutzte die Gelegenheit. 

Debatte um Projekt

Surfwelle spaltet Weidacher

Info-Veranstaltung vor Ort: Gegner und Befürworter des Projekts liefern sich hitzige Wortduelle. Die Surfwelle ist umstritten.

Wolfratshausen – Seit vier Jahren engagiert sich das Waldramer Ehepaar Stefanie und Marcus Kastner für die Realisierung einer Surfwelle am Loisacharm vor der Weidachmühle (wir berichteten). Dennoch gibt es nach wie vor Aufklärungsbedarf, um alle Anwohner von dem Projekt zu überzeugen. Bei einer dreistündigen Info-Veranstaltung an den Schlederleiten gelang dies nicht bei allen Bürgern.

„Spaß geht auf unsere Kosten“

Inge Richter war aufgebracht. Schon am frühen Vormittag besuchte die Anwohnerin den Infostand der Surfwelle-Initiatoren. Auch Bürgermeister Klaus Heilinglechner, Sportreferent Maximilian Schwarz und Stadtrat Josef Praller (alle Bürgervereinigung) stellten sich dort den Fragen der Anwohner. „Der Spaß geht auf unsere Kosten“, glaubt Richter. Sie fühlt sich durch die viel befahrene Weidacher Hauptstraße, den Flößereibetrieb an den Schlederleiten sowie durch Schlauchbootfahrer ohnehin schon stark belastet. Wenn nun mit der Surfwelle eine neue Attraktion geschaffen würde, wird sich das Verkehrsaufkommen ihrer Meinung nach noch weiter erhöhen.

Parkplätze sind Problem

Maria Schratzlseer, die am gegenüberliegenden Loisachufer wohnt, sah das genauso: „Das muss wirklich nicht sein, dass so ein Schmarrn auch noch nach Weidach kommt“, stellte sie fest. Wolfgang Henschelchen und Wolfgang Heinzig betonten, dass sie grundsätzlich nicht gegen das Projekt seien. „Nur das Drumherum macht uns Sorgen“, sagte Henschelchen. Soll heißen: Sauberkeit und die Bereitstellung einer ausreichenden Anzahl von Parkplätzen halten sie für ungewiss. Bürgermeister Heilinglechner konnte diese Bedenken nachvollziehen und versuchte, sie gemeinsam mit der Tourismusmanagerin der Kommune, Gisela Gleißl, zu entkräften.

Doch es gab auch viele Anwohner, die sich am Samstag solidarisch mit den Surfern zeigten. Iris Diehl, Mutter von drei Kindern, kann sich gut vorstellen, dass ihr Nachwuchs die Surfwelle nutzen wird. „Das ist so ein schöner Platz hier, der leider viel zu wenig genutzt wird“, erklärte sie. Eine Meinung, die rund um den Info-Stand öfter zu hören war. „Das muss ein Ort der Begegnung werden“, forderte Lilli Eibl. „So etwas fehlt in Wolfratshausen.“

Peter Herrmann

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