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Nochmal 125 000 Euro mehr: Die Kostenberechnung für die in Weidach geplante Surfwelle ist laut Bürgermeister Klaus Heilinglechner „aktualisiert“ worden.

Unterm Strich stehen jetzt 800.000 Euro

Surfwelle: Wolfratshauser Bürgermeister überrascht mit neuer Kostenberechnung

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Überraschung in der Bürgerversammlung: Die geplante Surfwelle in Wolfratshausen kostet laut Bürgermeister nicht 675.000, sondern knapp 800.000 Euro.

Wolfratshausen Jede Medaille hat zwei Seiten. Das bewahrheitete sich in der Bürgerversammlung am Donnerstag in der Loisachhalle: Für die in Weidach geplante künstliche Surfwelle könnte die Stadt Wolfratshausen wie berichtet zwar gut 50 000 Euro mehr Fördermittel von der Europäischen Union bekommen als bislang erwartet. Allerdings hat die Kommune auch die Kostenberechnung „aktualisiert“, gab Rathauschef Klaus Heilinglechner (Bürgervereinigung) am Donnerstag bekannt. Unterm Strich stehen jetzt 796 514 statt 675 000 Euro brutto. In der Summe enthalten sei ein finanzieller „Sicherheitszuschlag“. Den Stadtrat habe er über die neue Kostenberechnung bislang offiziell noch nicht informiert, sagte der Bürgermeister am Freitagmorgen in einem Gespräch mit unserer Zeitung.

Die 16 Mitglieder des Lenkungsausschusses der Leader-Aktionsgruppe (LAG) im Landkreis entscheiden am Montagabend über die Förderwürdigkeit des Wellenprojekts. Voraussichtlich wird das Gremium den Antrag der Stadt Wolfratshausen, Mittel aus dem Leader-Programm der EU zu bekommen, befürworten. Laut Dr. Andreas Wüstefeld, LAG-Manager am Landratsamt in Bad Tölz, dreht es sich um ganz genau 334 670 Euro netto.

Dieser Betrag basiert auf der Kostenberechnung, die der LAG laut Informationen unserer Zeitung seit etwa 14 Tagen vorliegt. Die bis dato bekannte Kostenberechnung präsentierte der Wasserbau-Ingenieur Dr. Roland Hoepffner im Dezember dem Stadtrat: 675 000 Euro müssen für die Flusswelle bereitgestellt werden. Hoepffner schenkte dem Gremium allerdings reinen Wein ein, das heißt, mutmaßlich müssten die Kosten noch einmal in die Höhe korrigiert werden, so Hopeffner. Dies hätte der Ingenieur in Zusammenarbeit mit dem städtischen Bauamt inzwischen auf sein Geheiß hin getan, so der Bürgermeister. Er legt großen Wert auf die Feststellung: An den im Februar getroffenen Entscheidungen des Stadtrates „ändert sich nichts“. Demnach wird die Welle mit maximal 400 000 Euro aus dem Stadtsäckel bezuschusst, zuvor müssen Verwaltung sowie der Verein „Surfing Wolfratshausen“ acht Bedingungen erfüllen.

Die „aktualisierte Kostenberechnung“ von knapp 800 000 Euro erklärt Heilinglechner so: Da man davon ausgehen müsse, dass besagte 675 000 Euro am Tag X nicht ausreichen, mache es Sinn, mit Blick auf den EU-Fördertopf eine Obergrenze zu formulieren. Denn aktuell sei dieser Topf gut gefüllt – in den nächsten Jahren werde das Leader-Programm mit hoher Voraussicht eingedampft.

Warum hat er den Stadtrat nicht in seinen Plan eingeweiht? Die Zeit zwischen der Februar-Sitzung und dem Tag, an dem der Leader-Antrag bei der regionalen Aktionsgruppe eingereicht werden musste, sei zu knapp bemessen gewesen, antwortet Heilinglechner. Er habe den Auftrag des Stadtrates, belastbare Kosten für die Surfwelle zu ermitteln. Diesen Auftrag habe er mit der neuen Berechnung erfüllt. Dazu benötige es kein erneutes Votum des Stadtrates.

Übrigens: Im Dezember antwortete Heilinglechner im Interview mit unserer Zeitung auf die Frage, ob der Stadtrat für die Surfwelle nicht mutmaßlich 800 000 Euro genehmigen müsse: „Wir können jetzt hier nicht feilschen. 675 000 Euro sind eine stolze Summe, und die Ingenieure haben vom Stadtrat ein ganz klares Zeichen bekommen, dass nun das Ende der Fahnenstange erreicht sein muss.“  cce

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