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Begeistertes Trio: Aus einer Blechscheibe fertigen (v. li.) Jenny, Saskia und Amelie Kupferschalen.

Flammkuchen, Hip-Hop und Roboter

Tag der offenen Tür an der Realschule

Wolfratshausen – Arbeit fernab des Notendrucks: Die Wolfratshauser Realschüler präsentierten beim Tag der offenen Tür ihr Angebot.

Der Duft von frischen Flammkuchen und anderen selbst gemachten Spezialitäten strömte den Besuchern entgegen. Im Rahmen des Französisch-Unterrichts hatten die Wolfratshauser Realschüler einige schmackhafte Gerichte gekocht , die sie am Freitag ihren Besuchern anboten. Die Schule hatte ihre Türen für Grundschüler und deren Eltern geöffnet, um zu zeigen, welche Angebote es gibt.

Jenny, Saskia und Amelie waren hellauf begeistert von einem Angebot im Untergeschoss der Schule. „Wie entsteht eine Kupferschale?“ stand auf der Tür, hinter der geschnitten, gehämmert und gefeilt wurde. Aus einfachen Blechscheiben zauberten die Schülerinnen binnen kürzester Zeit Schalen, die sie im Anschluss mit nach Hause nahmen. Währendessen war Elias mehr an den französischen Leckerbissen interessiert: „Eigentlich bin ich nur wegen des Essens mitgekommen“, sagt der kleine Geretsrieder frech zu seiner Mutter.

In der Turnhalle probierten sich derweil andere angehende Schüler im Basketball, dem Waveboardfahren oder aber am Balken. Selbstverständlich mussten sie vorher ihre Straßenschuhe ausziehen. Von diesem Programm waren viele der kleinen Besucher am meisten begeistert. Auch mit ihren Hip-Hop-Tanzauftritten trugen die Realschüler zur guten Stimmung unter den jungen Zuschauern bei. Eine etwas andere Art von Sport betreut Claudia Burkhardt. Die Lehrerin von der Realschule leitet seit einigen Jahren das „Robotik“-Wahlfach. Hier bauen Schüler zunächst aus einer elektronischen Steuerungseinheit und Legoteilen einen Roboter, den sie anschließend programmieren, um ihn dann auf den Platz zu schicken. Der Platz ist in diesem Fall ein Tisch mit Holzbarrikaden, auf dem die Roboter gegeneinander Fußball spielen. Der Fußball ist auf die Größe der Roboter angepasst und hat in etwa den Umfang eines Tennisballs. „Es ist schön, die Schüler auch einmal außerhalb des Unterrichts zu sehen und mit ihnen ganz ohne Notendruck arbeiten zu können“, sagte Burkhardt. „Gerade das Interesse an technischen und mathematischen Dingen wird hier noch einmal gefördert.“

Abgerundet wurde das Programm von Führungen durch das Schulhaus, Informationen vom Elternbeirat, den Schulsanitätern und vielen fachspezifischen Schnupperkursen wie „Fun with English“. „Freundlich, sportlich und vielseitig“, so fasste Elias das Angebot zufrieden zusammen. 

von Michael Goder

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