+
„Das war ein Hightlight“: Christopher Hahn (Bild) zeigte an der Seite von Niklas Vonthein gegen Gersthofen ein starkes Doppel für den TC Wolfratshausen. 

Tennis

TCW-Youngster geknickt: Fünf Matchbälle vergeben

  • Thomas Wenzel
    vonThomas Wenzel
    schließen

Die Wolfratshauser Landesliga-Herren haben bei der 2:7-Niederlage gegen Gersthofen erneut Lehrgeld bezahlen müssen. Dagegen steuern die Herren 30 nach ihrem 9:0 in Abensberg weiter auf Titelkurs.

Wolfratshausen – Es zieht sich wie ein roter Faden durch die Saison: Die Herren des TC Wolfratshausen kämpfen in der Landesliga tapfer mit, haben aber am Ende des Tages jedes Mal knapp das Nachsehen. „Man muss sich immer daran erinnern, dass unsere Mannschaft halt noch sehr jung ist“, betonte Teamsprecher Christoph Hahn. Auch im Match gegen den TC Rot-Weiß Gersthofen wehrten sich die TCW-Youngster, bei denen weiterhin der verletzte Spielertrainer Francesco Picco fehlt, tapfer: „Der Spieltag war einer der längsten, die ich je erlebt habe – er dauerte von 10 bis 17 Uhr“, berichtete Hahn.

Womöglich hätte die Begegnung einen anderen Verlauf genommen, hätte Niklas Vonthein an Position 1 den ersten Satz gegen Patrick Nystroem beim Stand von 6:6 gewonnen. Doch der frühere ATP-Akteur wehrte fünf Matchbälle ab, gewann mit 7:6 und hatte im zweiten Durchgang mit 6:2 die Nase vorne. „Da war Niklas verständlicherweise etwas geknickt“, räumte der Klubsprecher ein, der ebenso wie Martin Gerstl und Sebastian Rupp sein Einzel abgeben musste. Für die Wolfratshauser Punkte sorgten dann Yannick Maser, der sich an Position 5 mit 10:8 im Match-Tiebreak erfolgreich war, sowie Ferdinand Klösters (6:1/6:2).

In den Doppelpartien hatten die Gersthofener gegen Gerstl/Maser und Rupp/Klösters klar das Sagen. Eng wurde es jedoch im ersten Duell. „Das war wirklich ein Highlight“, freute sich Christopher Hahn, der an der Seite Niklas Vonthein den Schwaben Paroli bot. Nicht zuletzt dank der lautstarken Unterstützung der Herren II und des Damenteams. So wehrten die Wolfratshauser mehrere Satzbälle ab, ehe sie mit 6:7 und 4:6 klein beigeben mussten.

Das nächste Match steht erst am 2. August gegen Garching auf dem Terminplan, hat doch Samstags-Gegner Fürstenzell seine Mannschaft vom Spielbetrieb zurückgezogen. „Schade“, so der TCW-Sprecher, „gegen diesen Gegner hätten wir uns schon was ausgerechnet.“ Dennoch zeigt er sich mit dem bisherigen Saisonverlauf zufrieden: „Die Stimmung im Verein ist super. Das zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“

Weiterhin auf Titelkurs in der Landesliga steuern beispielsweise die Herren 30. Obwohl sie eine fast zweistündige Anfahrt in den Knochen hatten, gewannen die Wolfratshauser beim TSV Abensberg mit 9:0. Ruben Haug an Position 1 lieferte eines seiner besten Einzel in den vergangenen Jahren ab, Christoph Schramm („Er ist zurzeit eine Bank“), Andreas Schneider, Christoph Kemmerer, Sören Nassner und Daniel Hahn selbst sorgten für einen 6:0-Vorsprung. „Aber es lief nicht alles so glatt, wie es auf dem Papier aussieht. Mein Sieg war das anstrengendste 6:1/6:2, das ich je gespielt habe“, so der Teamsprecher. Dennoch wurden die Doppel dann folgerichtig für den TCW gewertet. Im vorletzten Duell der verkürzten Medenrunde treten die Wolfratshauser am Samstag, 25. Juli, beim STK Garching II an. Hahn: „Das dürfte nicht so einfach werden, denn dieser Gegner ist meist gut aufgestellt.“  

Auch interessant

Kommentare