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Wie funktioniert das Tölzer Isarkraftwerk? Wie im vergangenen Jahr bieten die Stadtwerke auch heuer beim Klimafrühling eine Führung an.

„Der Klimawandel zählt zweifelsohne zu den großen Herausforderungen unserer Zeit“

„Klimafrühling Oberland“ geht in die zweite Runde

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Nach dem Erfolg im vergangenen Jahr geht der „Klimafrühling Oberland“ am Donnerstag in die zweite Runde. Diesmal mit noch mehr Veranstaltern und mehr Terminen.

Bad Tölz-Wolfratshausen – Mit dem „Klimafrühling Oberland“ haben die Landkreise Bad Tölz-Wolfratshausen und Garmisch-Partenkirchen im vergangenen Jahr eine neue Veranstaltungsreihe geschaffen, die gut ankam. Jetzt gibt es eine Neuauflage. Dieses Mal beteiligen sich auch der Landkreis Miesbach und die Stadt Penzberg.

Über 80 Veranstalter – von Vereinen über Stadtwerke und Kommunen bis hin zu Unternehmen – bieten von Donnerstag, 14. März, bis Sonntag, 7. April, über 110 Programmpunkte an. Im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen finden rund 40 statt (siehe Kasten). Unter dem Motto „Gemeinsam.Verantwortung.Hier!“ gibt es Plastik-Workshops, Pflanzaktionen, Vorträge und Diskussionen. Jede Veranstaltung dreht sich um Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung.

„Der Klimawandel zählt zweifelsohne zu den großen Herausforderungen unserer Zeit“, sagt Andreas Süß, Klimaschutzmanager im Landkreis. Im Oberland gebe es viele Beispiele für klimafreundliches und nachhaltiges Wirtschaften und Leben. Dafür wolle man eine Bühne bieten. „Wir wollen Werbung machen für Wirtschafts- und Lebensstile, die nach ökologischer und sozialer Vorbildlichkeit streben“, erklärt Süß.

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Zum Auftakt laden die Organisatoren für Donnerstag, 14. März, zu einem Gastvortrag von Josef Göppel mit dem Titel „Verantwortung bedeutet Handeln“ ins Benediktbeurer Zentrum für Umwelt und Kultur ein. Der langjährige Bundestagsabgeordnete ist Energiebeauftragter für Afrika. Der Fokus seines Vortrags liegt auf den aktuellen Herausforderungen für die Menschen des Kontinents und soll zum gemeinschaftlichen Handeln im und über das Oberland hinaus motivieren. „Auch wenn die schlimmsten Folgen des Klimawandels in anderen Regionen stattfinden, sind auch im Oberland bereits erste Folgen sicht- und spürbar“, betont Süß.

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Im Anschluss an Göppels Vortrag findet eine Podiumsdiskussion mit den Landräten Josef Niedermaier, Anton Speer und Wolfgang Rzehak, der Penzberger Bürgermeisterin Elke Zehetner sowie Josef Kellner von der Energiewende Oberland und einer Vertreterin der „Friday for Future“-Bewegung statt. Die Schirmherrschaft des „Klimafrühling Oberland“ hat Bundesumweltministerin Svenja Schulze übernommen. Vergangenes Jahr zählten die Organisatoren mehr als 2000 Besucher bei rund 80 Veranstaltungen. „Aufgrund der erhöhten Anzahl der Veranstalter rechnen wir mit deutlich mehr Besuchern“, sagt Marlis Peischer, Pressesprecherin des Landratsamts.

Wenn der „Klimafrühling Oberland“ wieder so gut ankommt wie 2018, schließt Andreas Süß nicht aus, die Veranstaltungsserie jedes Jahr zu organisieren. „Die Fragestellungen, die der Klimafrühling behandelt, werden im Grunde von Jahr zu Jahr immer noch drängender.“ Zudem biete das Format noch viele Möglichkeiten zur Weiterentwicklung. „Wenn wir natürlich merken, wir erreichen mit der Veranstaltungsserie die Bürger nicht mehr so gut, dann müssen wir uns etwas Neues ausdenken.“ Hauptziel müsse sein, dass „wir in der Region unsere Lebens- und Wirtschaftsweisen so schnell wie möglich ökologisch besser und nachhaltiger gestalten“.  sw/lzz

Auftakt

Der Startschuss für den Veranstaltungsreigen fällt am Donnerstag, 14. März, um 19 Uhr im Zentrum für Umwelt und Kultur im Kloster Benediktbeuern. Alle Interessierten sind eingeladen. 

Veranstaltungen im Überblick

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