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Nur wenige wollen auch in Zeiten des Terrors auf ihren Urlaub im Ausland verzichten.

Türkei, Griechenland oder Kuba?

Reisen in Zeiten des Terrors

Bad Tölz-Wolfratshausen – Bald sind wieder Pfingstferien. Eine beliebte Reisezeit. Doch wo fahren und fliegen die Menschen im Landkreis eigentlich hin?

Pfingsten steht vor der Tür, und damit eine der beliebtesten Reisezeiten der Deutschen. Doch wohin soll es gehen? Terror und Flucht bestimmen die Tagesordnung in vielen klassischen Urlaubsländern. Vor Reisen nach Italien hat das Auswärtige Amt vor einiger Zeit sogar ausdrücklich gewarnt. Der Grund: mögliche Anschläge. Das hat sich zwar wieder gelegt, doch es zeigt: Es gibt guten Grund, sich über seine Reiseziele zu informieren.

Es gibt guten Grund, sich über seine Reiseziele zu informieren.

Nach den Beobachtungen von Sandra Baumgartl von Sittenauer Busreisen aus Dietramszell haben die Kunden ihre Reiselust keineswegs verloren: „Wir haben in letzter Zeit nicht weniger Buchungen reinbekommen“, sagt sie. Nur eine Ausnahme gebe es: „Einzig unsere Reise nach Paris haben wir abgesagt.“ Dort waren im November vergangenen Jahres mehrere Bomben explodiert, das hat ganz Europa einen Schock und große Anteilnahme ausgelöst.

Klaus Stößel vom Atlantik-Luft Reisebüro in Geretsried unterscheidet zwischen erfahrenen und weniger erfahrenen Globetrottern. „Wer in der Vergangenheit viel gereist ist, hat mehr Ruhe und scheint entspannter. Gerade diese Leute machen keine Abstriche“, sagt der Experte. „Unerfahrene Urlauber handeln zur Zeit eher nach dem Motto: Ich lass’ mir mal Zeit.“ Auch Michaela Gampenrieder von Wolf Travel in Wolfratshausen glaubt, dass es zwei verschiedene Gruppen gibt. Sie sagt: „Gerade Familien sind aktuell zurückhaltender mit dem Buchen. Singles und Paare sind weiterhin sehr reisefreudig.“

Was die Reiseziele angeht, sieht Klaus Stößel Griechenland immer noch an der Spitze. „Nicht umsonst hat ein bayerischer König auf dem Thron gesessen“, sagt er mit einem Schmunzeln. Die Türkei hingegen büße aber genau so wie Ägypten und Tunesien an Buchungen ein. „Dennoch ist an diesen Orten ein unschlagbares Preisleistungsverhältnis geboten.“

„Griechenland hat an Beliebtheit eingebüßt.“

Michaela Gampenrieder hat andere Erfahrungen gemacht. „Griechenland hat an Beliebtheit eingebüßt“, sagt sie. „Das Wohlfühl- und Sicherheitsbedürfnis sind zwei sehr entscheidende Faktoren bei der Auswahl des Reiseziels. Und offensichtlich ist das nicht mehr so gegeben.“

Statt dessen lockt neuerdings Kuba. Die lange Zeit vom Kommunismus geprägte und von der westlichen Welt abgewandte Insel hatte erst im März dieses Jahres historische Annäherungsversuche mit den USA gemacht. Jetzt steht sie Touristen offen.

von Michael Goder

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