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Zwischenstopp auf der Reise gen Süden: Vor allem vom Radtourismus profitiert die Stadt Wolfratshausen.

Tourimus in der Flößerstadt

So zufrieden ist Wolfratshausen mit der Sommersaison

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Die Inhaber der Tourismus-Betriebe sind sich einig: In Wolfratshausen ist die Sommersaison sehr gut gelaufen. Der Hauptgrund: Immer mehr Wanderer und Radfahrer wählen die Stadt als Etappenziel aus.

Wolfratshausen – Gisela Gleißl von der Stabstelle Tourismus im Rathaus liegen keine exakten Übernachtungszahlen vor, da es in Wolfratshausen keine Gästemeldungen gibt, anders als etwa in Bad Tölz und Lenggries. Was man laut Gleißl aber sicher sagen könne: „Der Rad- und der Wanderweg von München nach Venedig sind sehr stark frequentiert.“ Wolfratshausen ist die erste Station, und davon profitiere die Stadt. Gleißl: „Das ist inzwischen ein richtig großer Wirtschaftsfaktor.“

Der Märchenwald ist ein Dauerbrenner

Gut etabliert haben sich laut der Tourismusmanagerin die „Hubert-und-Staller“- Fahrradtour und der Kinder-Flößerpfad – ein Rundweg, auf dem der Nachwuchs beantworten und Aufgaben lösen muss. Hinzu komme der Dauerbrenner Märchenwald, der vor fast 50 Jahren eröffnet wurde: „Der Park wird immer noch sehr gut angenommen“, sagt Gleißl.

Dies bestätigt Geschäftsführerin Franziska Diessl. „Die verregneten Wochenende können wir nicht wegleugnen, aber insgesamt sind wir zufrieden.“ Bei Kleinkindern kommen traditionell die Stationen gut an, in denen sie Märchen mit allen Sinnen wahrnehmen können – etwa in der Mühle, die als Kulisse für den „Gestiefelten Kater“ dient. Die größeren Kinder suchen hingegen den Adrenalin-Kick bei den Achterbahnfahrten.

Bedauerlich findet Diessl nur, dass am 19. August der Sturm arg wütete. Ein großer, alter Baum fiel um und riss gleich noch zwei andere mit: „Das ist wirklich schade“, sagt die Geschäftsführerin. Glück im Unglück: „Die Einflugschneise hätte nicht besser sein können. Durch den Sturz sind keine Attraktionen beschädigt worden.“ Derzeit arbeiten die Verantwortlichen an der Umsetzung einer neuen Idee. Details will Diessl aber noch nicht verraten.

„Der Sommer war supertoll“

Weitgehend einig in ihrer Einschätzung der Tourismus-Saison sind sich die Verantwortlichen der Wolfratshauser Beherbergungsbetriebe. „Der Sommer war supertoll – für uns lief es gut“, sagt Alexandra Steiner vom Landhaus Café Restaurant & Hotel. An schönen Tagen könne man immer davon ausgehen, dass einige Radfahrer einchecken und die freien Zimmer füllen. Ähnlich die Einschätzung von Heidi Neuber, Chefin des Isartaler Hofs: „Bis jetzt war es eine gute Saison. Es kommen immer noch sehr viele Wanderer und Radfahrer zu uns.“ Auffallend sei, dass etliche Hotelgäste den Märchenwald besuchen wollen: „Wir haben sogar Gäste aus dem Ausland, die im Internet recherchiert haben und mit ihren Kindern in den Märchenwald gehen wollen.“

Ursula Fagner vom Hotel- Gasthof Humplbräu bedauert, dass es abgesehen vom Märchenwald nicht allzu viele Attraktionen in Wolfratshausen gibt, die die Besucher in der Stadt halten. Auffallend sei, dass weniger Floßfahrer im Humplbräu übernachten als früher: „Das hängt wohl damit zusammen, dass weniger Firmen die Ausflüge sponsern.“ Auf der anderen Seite gebe es aufgrund der Terrorgefahr einen Trend hin zum Urlaub zu Hause. Immer mehr in Mode kämen Radfernreisen. „Der Venedig-Radweg und der Venedig-Wanderweg sind für uns sehr gut“, so Fagner. „Allerdings sind die Gästezahlen extrem vom Wetter abhängig.“

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