Locken Touristen in die Loisachstadt: Die TV-Ermittler von „Hubert und/ohne Staller“.
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Locken Touristen in die Loisachstadt: Die TV-Ermittler von „Hubert und/ohne Staller“.

Stadt möchte Akzente für Tagestouristen setzen

Ein tiefer Knick in der Wachstumskurve - Tourismuszahlen brechen ein

  • vonDominik Stallein
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Die Loisachstadt hat viel für Touristen zu bieten. Wegen der Corona-Pandemie brachen die Besucherzahlen aber im vergangenen Jahr massiv ein. Das finanzielle Minus geht weit in die Millionen

Wolfratshausen – Märchenwald, Flößerei und eine attraktive Natur: Wolfratshausen ist bei Touristen beliebt. Zwischen 2013 und 2019, so berichtet Stadtmanager Dr. Stefan Werner in einem Newsletter, kletterten die Gästezahlen immer weiter nach oben: „Es konnte ein jährliches Plus an Übernachtungen, Ankünften und Tagestouristen verzeichnet werden.“ Für die Stadt beziffert das Deutsche Wissenschaftliche Institut für Fremdenverkehr (dwif) den Bruttoumsatz, der durch Tourismus generiert wird, auf knapp 22 Millionen Euro im Jahr 2019.

Fast die Hälfte weniger Gäste - und ein Umsatzverlust über 4 Millionen Euro

Dann kam die Corona-Pandemie – und die Zahlen brachen ein. Wie das Institut für Fremdenverkehr ermittelte, verzeichnet die Kommune im Jahr 2020 ein Minus von rund 44 Prozent an Übernachtungen, rund 49 Prozent weniger Gäste besuchten die Stadt. Dadurch sanken auch die Umsätze im lokalen Handel massiv: „Das dwif rechnet mit einem Umsatzverlust allein für die drei Monate März, April und Mai von 4,2 Millionen Euro für die Wolfratshauser Wirtschaft“, berichtet Stadtmanager Werner.

Gerade die Innenstadt lebt von den auswärtigen Besuchern. Das beste Beispiel sind die Marktsonntage, an denen viele Tausend Menschen die Flößerstadt besuchen“

Tourismusmanagerin Gisela Gleißl

Wie die städtische Tourismus-Chefin Gisela Gleißl in dem Newsletter erklärt, ist neben den Übernachtungsgästen „der Tagestourismus ein entscheidender Wirtschaftsfaktor für Wolfratshausen“. Gerade die Innenstadt „lebt von den auswärtigen Besuchern. Das beste Beispiel sind die Marktsonntage, an denen viele Tausend Menschen die Flößerstadt besuchen“, wird Gleißl zitiert.

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Die Stadt möchte auf Ausflugstourismus setzen - und dafür Akzente setzen

Auf diese Karte möchte die Kommune noch stärker setzen: „Für den Sommer 2021 ist zu erwarten, dass auch in Wolfratshausen besonders der Ausflugstourismus ansteigen könnte“, wagt Stadtmanager Werner eine Prognose. Mit Radrouten und anderen Angeboten wie dem „Hubert und/ohne Staller“-Weg sieht er „attraktive Ziele“ und „Akzente für den Tagestourismus“. Er betont: „Von der direkten und indirekten Wertschöpfung durch touristische Umsätze profitieren in unserer Stadt und im gesamten Landkreis Betriebe vieler Branchen.“dst

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